Im Streit um das Hissen der Regenbogenfahne vor dem Bundestag hat sich SPD-Fraktionsvize Armand Zorn deutlich von einer Äußerung von Bundeskanzler Olaf Scholz distanziert. Zorn kritisierte die Aussage, der Bundestag sei „kein Zirkuszelt“, als unangebracht und forderte Scholz auf, seine Worte zu überdenken.
Kontroverse um Regenbogenfahne vor dem Bundestag
SPD-Fraktionsvize Armand Zorn hat im Streit um das Hissen der Regenbogenflagge vor dem Parlament Kritik an Bundeskanzler Olaf Scholz geäußert. Scholz hatte zuvor erklärt, der Bundestag sei „kein Zirkuszelt“. Gegenüber den Sendern RTL und ntv sagte Zorn: „Das ist eine sehr unglückliche Aussage und der Bundeskanzler sollte diese Aussage noch mal überdenken.“
Vergleich mit anderen Parlamenten
Auch bezog Armand Zorn Stellung zu Äußerungen von CDU-Parteichef Friedrich Merz, der in der ARD die Entscheidung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas verteidigt hatte, am Christopher Street Day (CSD) anders als in den Vorjahren nicht die Regenbogenfahne auf dem Bundestag zu hissen. Zorn sagte dazu: „Wenn man sich anschaut, wo überall in Deutschland, wo überall in Europa an einem CSD die Regenbogenfahne gehisst wird, dann kann man nicht davon sprechen, dass es sich um Zirkusveranstaltungen handelt.“ Weiter führte Zorn aus: „Der Bayerische Landtag wird das beim CSD am Wochenende machen, und ich bin weit davon zu glauben, dass der Bayerische Landtag ein Zirkus ist. Und deswegen finde ich, diese Aussage war nicht richtig und würde den Bundeskanzler bitten, diese Aussage zu überdenken und zu korrigieren.“
Regenbogenfahne als gelebte Praxis
Nach Ansicht von Armand Zorn ist das Hissen der Regenbogenfahne in Deutschland inzwischen „gelebte Praxis“. Er betonte: „Und das auch in Zeiten, wo queere Menschen besonders viele Anfeindungen erleben, halte ich das nicht für die richtige Aussage“, sagte der SPD-Politiker den Sendern RTL und ntv. „Ich glaube, das verkraften wir, wenn wir das machen.“
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .