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Rohrreinigung für Mieter und Vermieter: Wer ist verantwortlich?

Ein leises Gluckern in der Küche. Dann ein unangenehmer Geruch aus dem Abfluss. Schließlich steigt das Wasser in der Spüle bedrohlich hoch. Verstopfte Rohre sind ein alltägliches Ärgernis – doch wer muss sich darum kümmern? Viele Mieter glauben, dass es Sache des Vermieters ist. Doch das ist nicht immer der Fall. Tatsächlich hängt die Verantwortung von mehreren Faktoren ab. Wann muss der Mieter zahlen, wann der Eigentümer? Und welche Rechte bestehen, wenn Streitigkeiten auftreten? Ein Blick auf die Fakten.

Wann der Mieter die Kosten tragen muss

Nicht jede Rohrverstopfung ist automatisch ein Fall für den Vermieter. In vielen Mietverträgen findet sich eine sogenannte Kleinreparaturklausel. Diese legt fest, dass der Mieter für Bagatellschäden selbst aufkommen muss – oft bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr. Liegt die Ursache der Verstopfung in falscher Nutzung, etwa durch Essensreste, Haare oder Hygieneartikel im Abfluss, kann der Vermieter die Kosten auf den Mieter umlegen.

Fachfirmen bestätigen, dass falsches Verhalten häufig Hauptursache für verstopfte Rohre ist. So zeigt eine Analyse von Betrieben für Rohrreinigung in Stuttgart, dass in über 60 Prozent der Fälle Fremdkörper wie Feuchttücher oder Fettablagerungen das Problem sind. Gerade in Mehrfamilienhäusern führt das schnell zu Diskussionen zwischen Mietern und Eigentümern.

Wann Vermieter die Verantwortung tragen

Ist das Rohrsystem bereits alt oder bestehen bauliche Mängel, liegt die Verantwortung in der Regel beim Vermieter. Besonders in Altbauten ist das Risiko für verstopfte oder beschädigte Leitungen hoch. Im Laufe der Jahrzehnte setzen sich Kalk, Fett und andere Ablagerungen in den Rohren fest, wodurch der Durchfluss immer weiter eingeschränkt wird. Dies geschieht schleichend und ist für Mieter oft nicht direkt erkennbar – bis es plötzlich zum Rückstau oder gar zu einem Rohrbruch kommt.

Experten empfehlen, dass Rohre in älteren Gebäuden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls gespült werden. Vernachlässigt der Eigentümer diese Wartung, kann es zu schwerwiegenden Schäden kommen. Bleiben solche Ablagerungen über Jahre hinweg unbeachtet, kann das Rohrsystem so stark beeinträchtigt werden, dass eine komplette Erneuerung nötig wird. Die Kosten für eine Rohrreinigung oder gar eine Sanierung dürfen in diesem Fall nicht auf die Mieter umgelegt werden.

Materialermüdung und Installationsfehler

Neben natürlichen Ablagerungen können auch Materialermüdung und fehlerhafte Installationen zu Problemen führen. Alte Rohre aus Gusseisen oder verzinktem Stahl neigen dazu, mit der Zeit von innen zu korrodieren. Das führt nicht nur zu Engpässen, sondern kann auch das Risiko von Rohrbrüchen erhöhen. Ebenso problematisch sind unsachgemäß verlegte Leitungen, bei denen sich durch falsche Neigungen oder zu enge Biegungen Ablagerungen schneller bilden.

Die Verantwortung für solche baulichen Mängel liegt grundsätzlich beim Vermieter. Schäden, die durch veraltete Materialien oder Planungsfehler entstehen, müssen von ihm behoben werden. Mieter sind nicht verpflichtet, für die Folgen einer mangelhaften Installation oder fehlender Wartung aufzukommen. Ist das Rohrsystem nachweislich altersbedingt oder baulich unzureichend, trägt der Vermieter die Kosten für Reparaturen oder Erneuerungen.

Vorbeugen statt zahlen: Wie man Rohrverstopfungen verhindert

Die beste Lösung ist, Rohrverstopfungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Eine regelmäßige und bewusste Nutzung der Abwassersysteme kann viele Probleme verhindern, bevor sie überhaupt entstehen. Experten raten dazu, keine festen oder fettigen Substanzen in den Abfluss zu geben. Besonders problematisch sind Feuchttücher, Speisereste und Haaransammlungen – sie gehören zu den Hauptverursachern von Verstopfungen. Während Flüssigkeiten durch den Siphon fließen, setzen sich feste Partikel an den Rohrwänden fest, bis es zu einem vollständigen Verschluss kommt.

Ein häufiger Fehler ist das Entsorgen von Speiseöl oder Bratfett im Spülbecken. Während es im warmen Zustand noch flüssig ist, erkaltet es in den Rohren und bildet dort zähe Ablagerungen, die sich mit der Zeit verhärten. Auch Kaffeesatz gehört nicht in den Abfluss, da er sich mit anderen Ablagerungen verbindet und Klumpen bildet, die den Wasserfluss behindern.

Einfache Maßnahmen für den Alltag

Alltägliche Gewohnheiten haben einen großen Einfluss auf die Lebensdauer und Funktionsfähigkeit von Abwasserrohren. Bereits kleine Anpassungen im Haushalt können dazu beitragen, Verstopfungen zu vermeiden und die Rohre langfristig sauber zu halten. Eine der effektivsten Methoden ist es, feste und fettige Substanzen gar nicht erst in den Abfluss gelangen zu lassen. Statt Speisereste oder Bratfett im Spülbecken zu entsorgen, sollten diese in einem separaten Behälter gesammelt und fachgerecht entsorgt werden.

Besonders hilfreich sind Abflusssiebe, die Haare und Essensreste auffangen, bevor sie in die Leitungen gelangen. Diese kleinen Einsätze gibt es für Spülen, Waschbecken und Duschen – und sie lassen sich leicht reinigen. Zusätzlich kann eine regelmäßige Reinigung der Abflüsse mit natürlichen Mitteln helfen, Ablagerungen vorzubeugen. Eine Mischung aus heißem Wasser, Natron und Essig kann Fett- und Kalkablagerungen lösen, ohne die Rohre zu beschädigen.

 


 
Redaktion Hasepost
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