Der ehemalige Bundestagspräsident der SPD, Wolfgang Thierse, hat die Wahlniederlage seiner Partei als „furchtbare Niederlage“ bezeichnet. Er fordert eine intensive Selbstkritik innerhalb der SPD und sieht die Notwendigkeit, sich auf zentrale Themen zu besinnen.
Klare Worte zur Wahlschlappe
Wolfgang Thierse, früherer Bundestagspräsident und SPD-Politiker, kritisierte in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ die aktuelle Situation seiner Partei deutlich. Angesichts der jüngsten Wahlergebnisse sprach er von einer „bitter, bitteren“ Niederlage. Er betonte die Notwendigkeit intensiver Selbstkritik auf allen Ebenen der Partei, einschließlich der Jusos.
Kritik an inhaltlicher Ausrichtung
Thierse äußerte sich kritisch zur thematischen Ausrichtung der SPD in der Ampelkoalition. „Die SPD hat sich mit allem Möglichen befasst – vom Selbstbestimmungsgesetz über die Cannabis-Legalisierung bis hin zum Heizungsgesetz“, sagte er. Diese Themen lägen nicht im Zentrum der Gesellschaft. Stattdessen müsse sich die SPD wieder auf Fragen von Arbeit, Einkommen, wirtschaftlicher Zukunft und Sozialstaatsentwicklung konzentrieren. Themen wie Diversität, Identität und Gender sollten seiner Meinung nach nicht das gleiche Gewicht haben.
Anforderungen an die Parteiführung
Bezüglich einer möglichen Regierungsbeteiligung äußerte Thierse, dass die SPD regieren müsse. „Sie muss fähig sein zum Kompromiss, und gleichzeitig ihr Profil schärfen. Das ist eine ziemlich schwierige Aufgabe“, betonte er. Über den Parteivorsitzenden Lars Klingbeil sagte Thierse, dass auf ihn eine „fast mörderische Aufgabe“ zukomme, um die er ihn nicht beneide, wenn er auch Fraktionsvorsitzender werden wolle.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .