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Tiktok gefährdet parlamentarische Kultur, warnt MrWissen2go

Der Youtuber und Wissensjournalist Mirko Drotschmann kritisiert die zunehmende Ausrichtung politischer Kommunikation auf die Plattform Tiktok. Laut Drotschmann, bekannt als MrWissen2go, führt die Anpassung an Tiktok-Trends zu einer problematischen „Tiktokisierung“ des Bundestags, die insbesondere von der AfD vorangetrieben wurde.

Bedenken zu Polarisierung und Zuspitzung

Mirko Drotschmann, bekannt als MrWissen2go, äußerte in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstagausgabe) Besorgnis darüber, dass die in sozialen Medien notwendige Zuspitzung und Emotionalisierung die sachliche Diskussion im Bundestag beeinträchtigt. Er erklärte: „Die AfD hat früh damit begonnen, ihre Reden auch auf die sozialen Medien auszurichten und gezielt über die Reden Clips generiert, andere Parteien ziehen langsam nach. Diese ‚Tiktokisierung‘ des Bundestags halte ich aber für eine schwierige Entwicklung.“

Drotschmann verdeutlichte die Schwierigkeit, die Tiktok mit sich bringt: „Tiktok hat eine eigene, nicht unkomplizierte Sprache. Von manchen Trends, habe auch ich noch nie gehört.“ Dies könne leicht zu „Bauchlandungen“ führen, wie es bereits bei Kulturstaatsministerin Claudia Roth und dem Führungsduo der Grünen Jugend geschehen sei, als diese einen Tiktok-Trend aufgriffen. „Das Video der Grünen greift einen Tiktok-Trend auf – und ich denke auch, dass das ordentlich schiefgegangen ist. Man merkt, wenn jemand nicht authentisch ist.“

Politische Erfolge durch Tiktok

Trotz der Herausforderungen sieht Drotschmann auch positive Aspekte, die Tiktok für Parteien bieten kann. Besonders die Linke habe auf Tiktok aufgeholt, insbesondere dank ihrer Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek. „Bei Tiktok hat zum Beispiel die Linke aufgeholt, besonders deren Spitzenkandidatin Heidi Reichinnek,“ erklärte Drotschmann. Er führt Erfolge in Umfragen auf die Social-Media-Aktivitäten dieser Partei zurück.

Themen der jungen Wählerschaft

Darüber hinaus kritisierte Drotschmann, dass die Parteien im Wahlkampf entscheidende Themen der jungen Wählerschaft vernachlässigt haben. Von den 2,3 Millionen Erstwählern interessierten sich viele für das Bildungssystem und fragten sich, warum Schulen nicht saniert würden und mit veralteter Technik gearbeitet werde. Außerdem höre er immer wieder die Frage: „Kommt der Dritte Weltkrieg?“ Drotschmann sieht einen Mangel an politischen Ansprechpartnern für solche Sorgen und findet das Nichteinhalten des Koalitionsvertrags bezüglich des Wählens ab 16 enttäuschend: „Jetzt kommt es nicht, und das enttäuscht viele junge Menschen.“

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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