Die Grünen unterstützen die geplante Entsendung eines Erkundungsteams der Bundeswehr nach Grönland und werten sie als wichtiges politisches Signal. Vertreterinnen von Grünen und FDP sehen in dem Einsatz eine Solidaritätsbekundung mit Dänemark und Grönland sowie ein deutliches Zeichen an US-Präsident Donald Trump.
Grüne sprechen von „starkem Symbol“
Verteidigungspolitikerin Sara Nanni (Grüne) bezeichnete die Entsendung eines Erkundungsteams der Bundeswehr nach Grönland als deutliches Zeichen. „Das ist ein starkes Symbol“, sagte Nanni der „Rheinischen Post“ am Mittwoch. Es sei richtig, dass nun zur Vorbereitung der dänisch geführten multinationalen Übung „Operation Arctic Endurance“ auch eine Gruppe deutscher Soldaten nach Grönland aufbreche.
Nach ihren Worten haben die Gespräche in Washington nicht dazu geführt, dass Trump von seinem Plan, Grönland Teil der USA werden zu lassen, Abstand nehme. „Wichtig wäre deshalb, dass diese militärische Geste der Solidarität mit Dänemark durch handfeste diplomatische Drohungen Richtung Weißes Haus ergänzt werden. Nur dann kann man Trump von seinem Wahnsinn abhalten“, sagte Nanni der „Rheinischen Post“.
Sollten die USA weiter am Zusammenhalt im Bündnis rütteln, sieht Nanni Konsequenzen. Sollten die Vereinigten Staaten „weiter am Zusammenhalt im Bündnis zündeln, in dem sie die territoriale Integrität eines Mitgliedsstaates der Nato in Frage stellen, muss das Konsequenzen für die USA haben“, so die Grünenpolitikerin gegenüber der „Rheinischen Post“. Das müsse der Kanzler klar machen.
Signal an das Weiße Haus
Auch die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), bewertet die Entsendung des Erkundungsteams als klares politisches Zeichen. Sie sehe darin ein deutliches Signal an US-Präsident Donald Trump. „Dies ist genau die richtige europäische Initiative, um dem Weißen Haus unmissverständlich klarzumachen, dass wir an der Seite Grönlands beziehungsweise Dänemarks stehen“, sagte sie der „Rheinischen Post“.
Strack-Zimmermann verwies darauf, dass „darüber hinaus auch andere Nato-Staaten beteiligt“ seien. Zwar unterstünden die nordischen Länder und damit auch Grönland dem Nato-Kommando in Norfolk (Virginia), aber die Mission werde laut bisheriger Information von Kopenhagen aus gesteuert, sagte sie der Zeitung.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .








