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293 Cannabis-Anbaulizenzen vergeben – Nachfrage nach Aufklärung wächst

293 Anbaulizenzen für Cannabis Social Clubs wurden seit Juli 2024 in Deutschland vergeben. Besonders Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz weisen dabei die höchsten Zahlen auf, während Hamburg im Verhältnis zur Einwohnerzahl an der Spitze steht. Kritische Stimmen kommen sowohl vom Drogenbeauftragten der Bundesregierung als auch von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, die auf Lücken bei Prävention und Beratung hinweisen.

Vergabe von Anbaulizenzen in den Bundesländern

Seit Juli 2024 sind deutschlandweit 293 Anbaulizenzen für Cannabis Social Clubs vergeben worden. Das ergab eine Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) unter den für die Vergabe zuständigen Ministerien, Landesämtern und Bezirksregierungen der 16 Bundesländer. Mit 82 lizenzierten Anbauvereinen führt Nordrhein-Westfalen die Liste an. Es folgen Niedersachsen mit 54 und Rheinland-Pfalz mit 27 Anbaulizenzen.

Im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegt Hamburg mit 13 Cannabis-Clubs und einer Quote von 0,68 Clubs pro 100.000 Einwohner vorn. Die niedrigste Rate verzeichnet Bayern mit acht Cannabis-Clubs, was 0,06 pro 100.000 Einwohner entspricht. Im Saarland wurde bislang keine Genehmigung für einen Cannabis Social Club erteilt.

Kritik am Cannabis-Gesetz

Drogenbeauftragter der Bundesregierung Hendrick Streeck (CDU) äußerte gegenüber den Funke-Zeitungen Kritik am von der ehemaligen Ampel-Regierung eingeführten Cannabis-Gesetz. „Das Konsumcannabis-Gesetz ist nicht gut gemacht, denn es gibt Widersprüche und Fragen bleiben offen“, sagte der CDU-Politiker den Funke-Zeitungen. Er bemängelte außerdem, dass die Grenze zwischen harmlosem und gefährlichem Konsum schwierig einzuhalten sei und Menschen, die täglich mit Jugendlichen arbeiten, wie Kinderärzte, Lehrkräfte, Polizisten und Eltern, bei der Gesetzentwicklung zu wenig eingebunden worden seien.

Eine Rücknahme der Teillegalisierung fordert Streeck allerdings nicht: „Mein Ziel ist es, Menschen zu helfen – nicht sie zu belehren. Es geht hier nicht um Ideologie, sondern um eine nüchterne, ehrliche und wissenschaftsbasierte Drogenpolitik“, so der CDU-Politiker und Virologe. Die Evaluierung im Herbst und Frühjahr wolle er abwarten, um die Auswirkungen des Gesetzes zu bewerten.

Bereits jetzt sieht Streeck jedoch einen Bedarf für bessere Aufklärung: „Nicht mit dem Zeigefinger, sondern auf Augenhöhe. Vor allem Jugendliche müssen verstehen, was Cannabis mit ihrem Körper und ihrem Gehirn macht. Dafür brauchen wir gezielte Prävention – in Schulen, auf Social Media, in einer Sprache, die ankommt“, so Streeck laut Funke-Zeitungen.

Beratungsbedarf und Ressourcenmangel

Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) Peter Raiser warnte gegenüber den Funke-Zeitungen vor einem gestiegenen Beratungsbedarf seit der Legalisierung: „Dreiviertel der Suchtberatungsstellen in Deutschland können nicht kostendeckend arbeiten. Teilweise müssen Leistungen bereits reduziert werden.“ Der erhöhte Beratungs- und Aufklärungsbedarf müsse aufgefangen werden.

„Allein durch die öffentliche Besprechung kommen viele Fragen auf, besonders bei jungen Menschen. Wir stellen aber fest, dass es in Deutschland nicht genug Ressourcen für Prävention gibt“, sagte Raiser den Funke-Zeitungen.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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