Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich für eine Reform der täglichen Arbeitszeit aus und bevorzugt statt der bisherigen Acht-Stunden-Grenze eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 40 Stunden. Gleichzeitig lehnen viele Bürgerinnen und Bürger Einschränkungen beim Recht auf Teilzeit ab, auch wenn es bei bestimmten Wählergruppen Zustimmung für strengere Regeln gibt.
Mehrheit für flexiblere Arbeitszeitregelung
In einer Erhebung von Forsa für die Sender RTL und ntv befürworteten 59 Prozent der Befragten, die bestehende Acht-Stunden-Regel abzuschaffen und stattdessen eine Wochenarbeitszeit von maximal 40 Stunden festzulegen. 37 Prozent wären laut RTL und ntv gegen eine solche Änderung des Arbeitsrechts.
Auch unter den abhängig Beschäftigten unterstützt laut Forsa-Umfrage eine Mehrheit von 57 Prozent eine Änderung der derzeit geltenden Arbeitszeitregelung. Die größten Vorbehalte gegenüber einer Flexibilisierung der Arbeitszeitregelung zeigen sich bei Bundesbürgern in Ostdeutschland mit 45 Prozent, bei Anhängern der AfD mit 50 Prozent und besonders deutlich bei den Anhängern der Linken mit 57 Prozent.
Aktuelle Rechtslage zur Arbeitszeit
Derzeit ist im Arbeitszeitgesetz festgelegt, dass die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten darf. Als Werktag kann dabei jeder Wochentag außer Sonntag verstanden werden – demnach wären nach der bisherigen Regelung auch 48 Stunden Wochenarbeitszeit möglich.
Kontroverse um das Recht auf Teilzeit
Beim Thema Teilzeit stößt eine Einschränkung des bestehenden Rechts bei den Bundesbürgern überwiegend auf Ablehnung. Nur 38 Prozent fänden es der Forsa-Erhebung zufolge sinnvoll, wenn Arbeitnehmer nicht mehr grundsätzlich ein Recht auf Teilzeit hätten, sondern dieses nur noch bei bestimmten Gründen – etwa zur Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen – geltend machen könnten. Eine Mehrheit von 59 Prozent hält eine Einschränkung des Teilzeitrechts hingegen für nicht sinnvoll. Lediglich unter den Anhängern der CDU/CSU befürwortet laut RTL und ntv eine knappe Mehrheit von 53 Prozent eine solche Begrenzung.
Für die Erhebung wurden vom 30. Januar bis 2. Februar 1.001 Personen befragt, wie Forsa im Auftrag von RTL und ntv mitteilte.
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