Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen in Baden-Württemberg, hat den Vorstoß des Wirtschaftsflügels der CDU zur Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Teilzeit deutlich zurückgewiesen. Er wirft der Union vor, an der Lebensrealität vieler Familien vorbeizugehen und fordert stattdessen bessere Rahmenbedingungen für Vollzeitbeschäftigung, insbesondere für Frauen.
Özdemir kritisiert Begriff „Lifestyle-Teilzeit“
Cem Özdemir</em) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, der Vorstoß zeige ein falsches Verständnis der Situation vieler Familien: "Wer von Lifestyle-Teilzeit fabuliert, hat offensichtlich wenig Kenntnis von der Lebensrealität vieler Familien in unserem Land". Von der führenden Regierungspartei erwarte er, "dass sie sich um das kümmert, was Frauen und Wirtschaft in unserem Land wirklich umtreibt: Wir brauchen mehr Ganztag, mehr Kita- und Krippenplätze und bessere steuerliche Anreize für Vollzeit" (Zeitungen der Funke-Mediengruppe).
Özdemir betonte, so könne ein Beitrag gegen den Fachkräftemangel geleistet werden. Wahlfreiheit könne es nur geben, wenn die Voraussetzungen stimmten. „Wir haben die bestausgebildete Generation von Frauen“, so der frühere Bundesminister und Grünen-Chef. „Viele von ihnen wollen mehr arbeiten, wir sollten ihnen endlich den Weg dafür freimachen.“
Vorschlag des CDU-Wirtschaftsflügels
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU hat für den kommenden Parteitag einen Antrag eingebracht, nach dem der bisher geltende Rechtsanspruch auf Teilzeit abgeschafft werden soll. Vorgesehen sind lediglich Ausnahmen zur Versorgung von Kindern oder für Menschen, die Angehörige pflegen.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .