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Nordsee-Staaten beschließen Ausbau-Offensive für Offshore-Windenergie und Sicherheit

Die Staats- und Regierungschefs mehrerer Anrainerstaaten der Nordsee haben sich beim dritten Nordsee-Gipfel in Hamburg auf eine engere Zusammenarbeit beim Ausbau der Offshore-Energie verständigt. In der sogenannten Hamburg-Erklärung bekräftigen die teilnehmenden Staaten ihr Ziel, die Nordsee zur weltweit größten Drehscheibe für saubere Energie zu entwickeln. Sie wollen damit Europas Energiesicherheit stärken, Energiepreise stabilisieren, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern und bis 2050 Klimaneutralität erreichen.

Hamburg-Erklärung setzt auf Offshore-Wind und Vernetzung

Die Hamburg-Erklärung sieht vor, dass vor allem Offshore-Windenergie, grenzüberschreitende Stromnetze und eine stärkere Vernetzung der Energieinfrastruktur die Grundlage für die künftige Entwicklung der Region bilden sollen. Unterschrieben wurde das Papier von Vertretern von Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen und Großbritannien.

Die Unterzeichner bekräftigen darin, dass sie Europas Energiesicherheit stärken, Energiepreise stabilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie sichern wollen. Zugleich halten sie an dem Ziel fest, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Ausbauziele und Investitionsanreize

Die Staaten halten an dem bereits beim Nordsee-Gipfel in Ostende formulierten Ziel von 300 Gigawatt Offshore-Windleistung bis 2050 fest. Um die dafür notwendigen Investitionen wieder anzukurbeln, sollen Genehmigungsverfahren beschleunigt, Ausschreibungen verlässlicher gestaltet und Lieferketten gestärkt werden. Zudem planen die Staaten, europäische Produktionskapazitäten und Hafeninfrastrukturen gezielt auszubauen.

Darüber hinaus kündigen die Unterzeichner an, grenzüberschreitende Offshore-Projekte stärker zu fördern. Bis zu 100 Gigawatt der angestrebten Gesamtkapazität sollen durch gemeinsame Projekte realisiert werden. Dafür soll ein gemeinsamer Finanzierungsrahmen entwickelt werden, unter Einbindung der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank.

Eine zentrale Rolle in der Erklärung spielt zudem der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Nordsee-Region. Die Staaten wollen Projekte fördern, die Offshore-Windenergie mit der Produktion, dem Transport und der Speicherung von klimaneutralem Wasserstoff verbinden.

Sicherheitsrisiken und Schutz der Infrastruktur

Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen betonen die Unterzeichner die wachsende Bedeutung der Energie- und Infrastruktursicherheit. Die Erklärung verweist auf zunehmende Bedrohungen durch Sabotage, Cyberangriffe und andere hybride Angriffe auf maritime Energieanlagen und fordert eine engere internationale Koordinierung.

Angesichts wachsender Sicherheitsrisiken unterstützen die Teilnehmer eine verstärkte Zusammenarbeit zum Schutz der Offshore-Energieinfrastruktur, auch im Rahmen der Nato. Vorgesehen sind unter anderem eine bessere Koordinierung von Sicherheitsbehörden, gemeinsame Übungen sowie Maßnahmen gegen substandardisierte Schiffe.

Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .


 
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