Sicherer, heller und bürgerfreundlicher: So sieht der neue Eingangsbereich der Staatsanwaltschaft Osnabrück aus. Nach rund acht Monaten Bauzeit wurde er am Montag (25.03.) von der Niedersächsischen Justizministerin Barbara Havliza, dem leitenden Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck, der leitenden Baudirektorin Cristina von Pozniak-Bierschenk sowie dem verantwortlichen Projektleiter Dipl. Ing. Harald Löcker eröffnet. Das Gebäude aus den 80er Jahren entspricht nach den 385.000 Euro teuren Maßnahmen modernen Sicherheitsstandards.

„Die Sanierung hat mit dem Schwerpunkt von zwei Aspekten stattgefunden“, erklärt Ministerin Havliza. „Zum einen ging es darum, den neuen Eingangsbereich hell und besucherfreundlich zu gestalten. Der zweite Aspekt ist der der Sicherheit.“ Das wurde zum Beispiel durch den Einbau einer Sicherheitsschleuse, sowie schusssicherem Glas gewährleistet. Die Bürgerfreundlichkeit zeichnet sich vor allem durch hellere und einladende Farben aus. So kommt auch die Bronzestele der Bildhauerin Frauke Wehberg vor der Tür deutlich besser zur Geltung. Sie zeigt die „biblische Schlange“, die sich um den Baum der Erkenntnis windet.

Staatsanwaltsschaft, Sicherheitssschleuse
Die neue Sicherheitsschleuse im Eingang

Mehr Sicherheit durch neuen Besucherraum



Einen weiteren Sicherheitsaspekt hat man durch den Einbau eines videoüberwachten „Besucherraums“ direkt an der Eingangsschleuse gewonnen. „Früher wurden alle, die hier ein Anliegen hatten, von zwei Wachtmeistern durchs ganze Haus begleitet und zum richtigen Büro gebracht“, erläutert Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck. Die meisten Menschen verhielten sich freundlich, doch es gäbe auch Querulanten: „Es ist schon vorgekommen, dass manche Menschen anfingen zu toben, die Beamten bedroht haben und letztendlich von zwei Wachmännern nach draußen eskortiert werden mussten,“ erklärt der Oberstaatsanwalt. Durch den neuen Besucherraum können nahezu alle Angelegenheiten direkt im Eingangsbereich geregelt werden und niemand muss mehr quer durch das Haus spazieren. Außerdem können die Wachtmeister die Besucher nun besser kontrollieren. Das erhöht die Sicherheit der Mitarbeiter um ein Vielfaches und spart zudem einiges an Zeit für das Personal.

Staatsanwaltschaft, Besucherraum
Jedes Anliegen kann im neuen Besucherraum geklärt werden. Bernard Südbeck und Cristina von Pozniak-Bierschenk testeten bereits bei Ministerin Havliza

Arbeit im laufenden Betrieb

Die Anwesenden nutzen die Gelegenheit, um besonders den Mitarbeiter zu danken. Sie mussten rund acht Monate Lärm und Dreck erdulden, denn renoviert wurde im laufenden Betrieb. „Diese 70 Quadratmeter während des normalen Tagesgeschäfts umzubauen war für uns eine besondere Herausforderung“, erklärt die leitende Baudirektorin Cristina von Pozniak-Bierschenk. Es sei viel Wert darauf gelegt worden einen zeitgemäßen Eingangsbereich unter Beachtung der architektonischen Belange zu schaffen. Und nicht nur in Osnabrück werden in dieser Legislaturperiode Justizgebäude saniert. „Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass die Sicherheit von Justizgebäuden erhöht werden soll“, so Havliza. Die leitende Baudirektorin bestätigt: Sicherheit in der Justiz ist in den letzten Jahren quasi ein Dauerthema bei uns.“

Foto: Baudirektorin Cristina von Pozniak-Bierschenk, Ministerin Barbara Havliza und Oberstaatsanwalt Bernard Südbeck eröffnen den neuen Eingang