Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind im Januar im Vergleich zum Dezember deutlich gestiegen. Laut einer Auswertung des ADAC verteuerten sich sowohl Super E10 als auch Diesel spürbar, obwohl die Rohölnotierungen um den Jahreswechsel vergleichsweise niedrig waren. Besonders stark fiel der Anstieg beim Diesel aus, der sich preislich weiter an Super E10 annäherte.
Im Januar kostete ein Liter Super E10 im Monatsdurchschnitt 1,739 Euro. Nach Angaben des ADAC entspricht dies einem Anstieg von 8,6 Cent gegenüber dem Dezember. Der Literpreis für Diesel legte sogar um 9,4 Cent auf durchschnittlich 1,692 Euro zu. Damit war Diesel nur noch 4,7 Cent günstiger als Super E10, obwohl die Energiesteuer auf Diesel etwa 20 Cent niedriger ist.
Höhere Rohölpreise als Hauptursache
Hauptursache für den Preisanstieg an den Zapfsäulen waren die höheren Rohölnotierungen. Der Preis für die Rohölsorte Brent stieg von unter 60 US-Dollar zu Monatsbeginn auf über 70 US-Dollar gegen Monatsende. Der stärkere Euro im Vergleich zum US-Dollar konnte die Auswirkungen des höheren Ölpreises jedoch etwas abfedern.
Der ADAC kritisierte, dass die Kraftstoffpreise trotz der vergleichsweise niedrigen Rohölnotierungen um den Jahreswechsel zu hoch gewesen seien. Nach Einschätzung des Automobilclubs standen die Preise an den Tankstellen damit nicht im Einklang mit dem Niveau der Rohölkosten zu dieser Zeit.
Deutlich unterschiedliche Tageshöchst- und -tiefstpreise
Für Benzinfahrer war der 15. Januar der teuerste Tag zum Tanken: An diesem Tag kostete ein Liter Super E10 1,749 Euro. Am niedrigsten war der Preis für Super E10 am 1. Januar mit 1,709 Euro je Liter. Diesel war am 31. Januar am teuersten, als ein Liter 1,718 Euro kostete. Am günstigsten war Diesel ebenfalls am 1. Januar mit einem Tagesdurchschnittspreis von 1,658 Euro je Liter.
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