Der Dachverband der Energiewirtschaft (BDEW) spricht sich in der Debatte über die künftige Erdgas-Versorgungssicherheit für die Einführung einer nationalen strategischen Reserve aus. Eine solche Speicherreserve solle in Notfällen die Handlungsfähigkeit sichern und Deutschland widerstandsfähiger machen, jedoch nicht zur gezielten Dämpfung von Preisspitzen eingesetzt werden.
BDEW wirbt für nationale Speicherreserve
In der Diskussion über Instrumente zur Absicherung der Gasversorgung befürwortet der Dachverband der Energiewirtschaft (BDEW) die Einführung einer nationalen strategischen Reserve für Notfälle. Zur Begründung sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“: „Zur Absicherung eines akuten Krisenfalls und unerwarteter externer Schocks ist die Schaffung einer Speicherreserve ein sinnvolles Instrument.“ Weiter erklärte sie mit Blick auf die Versorgungssicherheit: „Sie kann die Handlungsfähigkeit erhalten und Deutschland resilienter machen.“
Einsatz nur in Notfällen
Nach den Vorstellungen des BDEW soll die Reserve nicht zur gezielten Dämpfung von Preisspitzen dienen, sondern ausschließlich der Sicherung der physischen Versorgung vorbehalten sein. „Es bedarf daher unter anderem klarer Regeln für den Einsatz einer solchen speicherbasierten Reserve. Diese muss auf Notfallsituationen beschränkt sein und nur so erfolgen, dass Marktverzerrungen vermieden werden“, so Andreae laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.
Anstoß durch Bundesnetzagentur
Zuvor hatte der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, die Einrichtung einer strategischen Reserve angeregt. Es brauche eine Absicherung, um schnell auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren zu können, sagte er.
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