Nach 2-jähriger Planungs- und Bauzeit ist der neue Fachpraxistrakt Ernährung des Berufsschulzentrums am Westerberg fertiggestellt und wurde heute feierlich eingeweiht. Mit der Einweihung des neuen Gebäudetraktes eröffnen sich für die Ausbildungsberufe des Ernährungshandwerks und der Gastronomie neue und schmackhafte Möglichkeiten.

Langjährige Sanierungsbemühungen

Mit einer Anekdote über den Anfang der langjährigen Sanierungsbemühungen startet Franz Josef Papenbrock, Schulleiter des Berufsschulzentrums am Westerberg, den feierlichen Anlass der Einweihung. Ob nun wahr oder nicht, seien die Flachdachflächen des alten Fachpraxistraktes undicht gewesen, sodass zu den Jugendmeisterschaften der gastronomischen Ausbildungsberufe, das damalige Stadtoberhaupt eine Suppe verkostete, in die es regnete. Entsprechend dieser scherzhaften Anekdote prüfte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert heute zur Einweihungsfeier vorsichtshalber seiner Wetter-App: Mit leichten Wolken und Sonnenschein stand der Feierlichkeit nichts im Weg.

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Auch wenn diese Erzählung wohl als Stimmungsmacher funktionierte, ist der Schulleiter Papenbrock sichtlich erfreut, dass die leidige Bausituation nun ihr Ende genommen hat und erklärt erleichtert: „Nach nun etwa 2-jähriger Planungs- und Bauzeit sind wir hier alle glücklich, dass wir nun kurz vor der Einweihung dieses gelungenen Praxisgebäudes stehen.“ Die Übergangsphase, in der in Container-Küchen gelehrt und gelernt wurde ist nun vorbei und sowohl die Schüler als auch die Lehrer können sich über fünf neue Funktionsräume freuen.

Attraktivität des Schulstandorts steigt

Die modernen Räumlichkeiten bieten eine höhere Unterrichtsqualität mit Lehrräumen für Bäckerei, Konditorei, Fleischerei, zwei Funktionsküchen und einem Schulrestaurant für den Servicebereich. „Politik und Schulträger sorgten für eine bedarfsgerechte Ausstattung“, erläutert Griesert und beschreibt die Realisierung des Bauprojekts als Volltreffer. Weiter bestätigt der Oberbürgermeister, dass „für das Berufsschulzentrum am Westerberg ein Herzenswunsch wahr geworden ist. Das große Menü-Programm wurde fertiggestellt. Ich hoffe es schmeckt allen.“ Denn bei den Baumaßnahmen wurde die wünsche der BSZW respektiert und umgesetzt, sodass die technischen und räumlichen Voraussetzung die Lehre im Praxistrakt der Ernährung von Grund auf verbessern.

Schüler der BSZW testen die neuen Funktionsräume.

Probekochen in der neuen Vorzeigeküche

Bereits zur Einweihung konnten die Gäste sich einen Eindruck des neuen Fachtraktes machen und dabei direkt Zeuge der Praxis werden. In den neuen Funktionsgruppen präsentierten Unterrichtskleingruppen ihre Fertigkeiten und reichten den Besuchern kleine Kostproben ihres Handwerks. Auch auf der Seite der Schüler ist die Freude über die Unterrichtsräume groß, wie uns eine Schülerin aus dem Bereich der Gastronomie verrät: „Man konnte in den Container-Küchen zwar auch was lernen, aber die neuen Küchen sind viel besser.“ Das Bauprojekt stellt sich somit als Erfolg heraus, da die funktionelle Gebäudeerweiterung auf die Nutzungsbedürfnisse der zukünftigen Ernährungsberufe abgestimmt wurde und auf diese Weise Lehrern und Schülern den Unterricht schmackhafter macht.

Wie man Marzipanröschen herstellt, kann selbst Oberbürgermeister Griesert während der Einweihungsfeier lernen.