Deutschland hat im Jahr 2025 einen deutlichen Anstieg ausländischer Direktinvestitionen verzeichnet. Ausländische Unternehmen investierten nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) rund 96 Milliarden Euro und damit mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Erstmals seit Jahren floss damit per saldo mehr Kapital nach Deutschland als deutsche Unternehmen im Ausland anlegten.
Ausländische Investitionen übersteigen erstmals seit Jahren die Abflüsse
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) teilte am Sonntag mit, dass ausländische Unternehmen rund 96 Milliarden Euro in Deutschland investierten, was mehr als einer Verdopplung im Vergleich zu den 43 Milliarden Euro des Vorjahres entspreche. Diese Entwicklung markiere das erste Mal seit Jahren, dass ausländische Unternehmen mehr Kapital in Deutschland investierten, als deutsche Unternehmen im Ausland anlegten.
Laut einer Schätzung des IW, basierend auf Zahlen der Deutschen Bundesbank, überstiegen die Direktinvestitionen ausländischer Unternehmen im Jahr 2025 die Abflüsse um rund zehn Milliarden Euro. Abgesehen von der Sondersituation des ersten Corona-Jahres war dies demnach das erste Mal seit 2003. Im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2024 flossen hingegen netto rund 25 Milliarden Euro pro Jahr aus Deutschland ab.
Berechenbarkeit als Standortvorteil
Jürgen Matthes, Handelsforscher des IW, erklärte, dass die Berechenbarkeit Deutschlands in einer unsichereren Welt mehr zähle als früher. Er fügte hinzu, dass US-Präsident Donald Trumps unvorhersehbare Drohungen nicht nur den Partnern, sondern auch der US-Wirtschaft schaden könnten. Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit würden im globalen Wettbewerb zum Standortvorteil für Deutschland.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .