Fast jeder zweite Bewohner eines Pflegeheims in Deutschland ist auf Sozialhilfe angewiesen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes benötigen im Jahr 2024 mehr als 350.000 Pflegeheimbewohner finanzielle Unterstützung vom Staat. Die Daten wurden auf eine Anfrage von Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft (BSW) erhoben und vom Nachrichtenmagazin „Stern“ veröffentlicht.
Mehr als 350.000 Pflegeheimbewohner erhalten Sozialhilfe
Fast jeder zweite Bewohner von Pflegeheimen (44 Prozent) ist auf Sozialhilfe angewiesen. Von rund 800.000 Pflegeheimbewohnern benötigen im Jahr 2024 damit inzwischen 353.575 Menschen Sozialhilfe. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage von Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft (BSW) hervor, über die der „Stern“ berichtet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Sozialhilfeempfänger im Heim laut Statistik um 19.000 Personen gestiegen (2023: 334.515 Pflegeheimbewohner).
BSW-Gründerin kritisiert hohe Eigenanteile
Sahra Wagenknecht, Gründerin von Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft (BSW), sieht in den Zahlen eine besorgniserregende Entwicklung. „Das Pflegeheim wird immer mehr zur Armutsfalle“, sagte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht dem Nachrichtenmagazin. „Die Eigenanteile grenzen an Enteignung unserer älteren Generation.“
Forderung nach Begrenzung der Pflegekosten
Wagenknecht fordert einen „Pflegekostendeckel“ in Höhe von 1.000 Euro. „Die Eigenanteile dürfen die Durchschnittsrenten nicht übersteigen“, sagte sie dem „Stern“.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .