Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Heidi Reichinnek, hat den Vorstoß der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU, das Recht auf Teilzeit einzuschränken, deutlich zurückgewiesen. In mehreren Interviews warnte sie vor einer Aushöhlung von Arbeitsrechten und vor gesundheitlichen Folgen für Beschäftigte. Reichinnek fordert stattdessen bessere Arbeitsbedingungen und mehr Investitionen in Betreuungsangebote.
Linken-Fraktionschefin warnt vor Einschränkung von Arbeitsrechten
Heidi Reichinnek</em, Fraktionsvorsitzende der Linken, hat die Pläne der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU zur Einschränkung des Rechts auf Teilzeit scharf kritisiert. "Das geht doch in eine ganz eindeutige Richtung, nämlich Arbeitsrechte zu schleifen", sagte Reichinnek den Sendern RTL und ntv am Montag. Sie stellte zudem infrage, welche praktischen Folgen ein solches Vorhaben für Beschäftigte hätte: "Bauen wir da jetzt ein Bürokratiemonster auf, bei dem Menschen darum betteln müssen, dass sie Teilzeit machen dürfen?" (RTL und ntv)
Nach Ansicht der Linken-Politikerin hätte eine Einschränkung des Rechts auf Teilzeit auch gesundheitliche Konsequenzen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. „Wenn ich Menschen dazu zwinge, mehr zu arbeiten, als sie in dem Moment leisten können, dann sorge ich dafür, dass sie dauerhaft ausfallen, dass sich vielleicht Krankheiten auch chronifizieren“, warnte Reichinnek gegenüber RTL und ntv. Statt Druck auszuüben, müsse man die Arbeitsbedingungen verbessern.
Teilzeit als Selbstschutz in belastenden Berufen
In vielen Bereichen, etwa der Pflege oder der Reinigung, könnten Menschen nach Darstellung von Reichinnek nicht länger als 30 Stunden pro Woche arbeiten. Teilzeit sei in diesen Berufen eine Form des Selbstschutzes, betonte die Linken-Fraktionsvorsitzende. Vor diesem Hintergrund kritisierte sie die Wortwahl aus der Union: „Sich hinzustellen und das als `Lifestyle-Teilzeit` zu bezeichnen, das zeigt doch, was die Union von den Menschen in diesem Land wirklich hält.“ (RTL und ntv)
Forderung nach besseren Betreuungsangeboten
Die Debatte müsse nach Auffassung der Linken-Politikerin an einem anderen Punkt ansetzen. Statt das Recht auf Teilzeit einzuschränken, gehe es darum, Betreuungsangebote auszubauen. Viele Mütter würden gerne mehr arbeiten, könnten jedoch Erziehung und Job nicht miteinander vereinen. „Aber dazu müsste man natürlich investieren, da hat die Union kein Interesse daran. Sie will stattdessen den Druck einfach weitergeben“, sagte Reichinnek den Sendern RTL und ntv.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .