Der Dax hat den Handel am Montag mit Verlusten eröffnet. Belastet wurde der deutsche Leitindex unter anderem von der überraschenden Nominierung eines potenziell konservativen Vorsitzenden der US-Notenbank durch US-Präsident Trump, die Anleger laut Marktbeobachtern verunsicherte. Gleichzeitig legte der Euro leicht zu, während der Ölpreis deutlich nachgab.
Am Montag wurde der Dax gegen 9:30 Uhr mit rund 24.440 Punkten berechnet und lag damit 0,4 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze der Kursliste rangierten die Telekom, die Hannover Rück und die Münchener Rück, am Ende Siemens Energy, Infineon und die Deutsche Bank.
Belastungsfaktor US-Notenbank
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, sprach von einem derzeit abwärts gerichteten Trend im deutschen Leitindex. „Der Weg des geringsten Widerstands scheint für den Dax aktuell nach unten zu führen“, sagte Stanzl laut Consorsbank. Die überraschende Nominierung eines potenziell konservativen Vorsitzenden der US-Notenbank durch US-Präsident Trump habe die Anleger auf dem falschen Fuß erwischt.
„Eigentlich war erwartet worden, dass US-Präsident Trump alles tun würde, um eine Powell-Nachfolge einzusetzen, die für schnell fallende Leitzinsen steht. Nun scheinen die Anleger nicht schnell genug aus dem Risiko gehen zu können; selbst Edelmetalle bieten keinen Halt mehr.“ Die Devise laute: „Cash Is King“. Die Einschätzungen wurden von der Consorsbank so veröffentlicht.
Euro fester, Ölpreis deutlich schwächer
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagmorgen etwas fester. Ein Euro kostete 1,1863 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8430 Euro zu haben.
Parallel dazu gab der Ölpreis stark nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 66,07 US-Dollar; das waren 3,25 Dollar oder 4,7 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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