Stella Aydin und Leon Dorff sind schon lange befreundet – jetzt sind sie auch Geschäftspartner. Aus einer Idee am Küchentisch wurde ein Startup mit klarer Vision: Mit FlairMotion wollen die beiden eine mobile, stilvolle Eventlocation in die Region bringen. Ihr Konzept: aufblasbare Design-Module mit Bar, flexibel einsetzbar und kombinierbar – für Hochzeiten, Firmenfeiern oder private Partys.
Vom Hobby zur eigenen Gründungsidee
Die Idee entstand aus einem gemeinsamen Hobby. Leon Dorff plant regelmäßig Spielevents und Stella Aydin plante ihre Hochzeit im vergangenen Sommer. „Es gibt viele Dienstleister in der Eventbranche, doch wenige, die flexible oder mobile Lösungen bieten“, sagt Aydin. Dorff ergänzt: „Die meisten bieten ein festes Konzept und verbinden nicht mehrere Dienstleistungen miteinander, die individuell ausgewählt werden können. Hier haben wir eine Marktlücke gesehen.“
Eine Eventlocation zum Aufblasen
Im Mittelpunkt von FlairMotion Events steht eine ungewöhnliche Lösung: eine mobile Partylocation, die aufgeblasen wird. „Unsere Blowup-Module werden hochwertig und in Deutschland produziert“, erklärt Dorff. Wer mit FlairMotion plant, kann seine Eventlocation nahezu überall entstehen lassen – im Garten, auf einem Firmengelände oder an besonderen Orten. Das Flair-Pop-up-Zelt ist mit einer ebenfalls aufblasbaren Bar kombinierbar. Beides kann einzeln oder zusammen gebucht werden und lässt sich mit weiteren Eventpavillons von FlairMotion oder bestehenden Locations verbinden. „Uns war eine Lösung wichtig, die Flexibilität, Stil und Wetterunabhängigkeit miteinander verbindet – all das bieten unsere individuellen Lösungen“, sagt Aydin.

Wie funktionieren die Module?
„Das Prinzip ist wie eine Hüpfburg“, erklärt Dorff. Der Unterschied: Das Gebläse ist intern verbaut und besonders leise. „Niemand will bei einer Feier die ganze Zeit ein lautes Gebläse als Hintergrundgeräusch“, sagt Aydin. Produziert wird ausschließlich in Deutschland. Verwendet wird ein wetterresistenter Polyesterstoff, der nicht knittert. Optisch setzen die Gründer auf eine helle Marmoroptik, die sich gut mit unterschiedlicher Dekoration kombinieren lässt. Seitenwände und Bar-Elemente können individuell ergänzt werden.

Auch rechtlich haben die Gründer mitgedacht: Das Setup bleibt unter 75 Quadratmetern. „In Deutschland gelten mobile Zeltkonstruktionen ab 75 Quadratmeter als fliegende Bauten und brauchen eine Genehmigung. Wenn Kundinnen oder Kunden das wünschen, ist es aber mit FlairMotion möglich“, erklärt Aydin.
Mehr als nur ein Zelt: Das 3-Säulen-Konzept
FlairMotion versteht sich nicht nur als Vermieter einer Location. Das Angebot basiert auf drei Säulen. Die erste Säule bilden die Blowup-Module selbst. Die zweite Säule sind eigene Services: Getränkepakete mit oder ohne Personal, Dekorationsberatung durch Aydin und Traureden von Dorff, der bereits Erfahrung als Trauredner mitbringt.

Die dritte Säule ist ein wachsendes Partnernetzwerk. Ziel ist es, Musik, Floristik, Catering, Foto- und Videografie, Styling, Artistik und Livekunst unkompliziert vermitteln zu können. „Wichtig ist uns, dass wir möglichst flexibel für unsere Kundinnen und Kunden sind. Man kann nur das Modul mieten, nur einzelne Services oder ein ganzes Event mit uns planen“, sagt Aydin. Nach dem Baukastenprinzip „Create your Motion“ lassen sich die Angebote individuell kombinieren.
Design statt klassischem Partyzelt
„Die klassischen Zelte sind optisch nicht besonders ansprechend, haben aber den Vorteil, dass man privat im eigenen Garten feiern kann“, sagt Dorff. Genau hier setzt FlairMotion an: mobil wie ein Zelt, aber mit deutlich höherem Designanspruch. „Wir haben unser eigenes Zelt entwickelt – flexibel und optisch ansprechend. So etwas gibt es noch nicht“, so Dorff. Transparenz ist den Gründern ebenfalls wichtig. „Häufig muss man ein Angebot einholen, um überhaupt einen ungefähren Preis zu kennen. Wir versuchen, Kosten möglichst auf unserer Website zu nennen, damit Interessierte sich einen ersten Eindruck machen können“, erklärt Aydin.
Startup zwischen Hauptjob und Hochzeitsmesse
Noch stehen Aydin und Dorff am Anfang. Neben ihren Hauptjobs haben sie ihr Konzept entwickelt, geplant und umgesetzt. „Von der Idee bis zur Umsetzung haben wir alles selbst gemacht“, sagt Dorff. Bei der Hochzeitsmesse in Osnabrück im Januar präsentierten sie FlairMotion erstmals öffentlich. „Die Resonanz war überwältigend“, berichtet Aydin. Besonders die Flair-Pop-up-Bar habe viel positives Feedback erhalten.
Der Weg war jedoch nicht ohne Hürden. „Die meisten Startups sind technisch innovativ. Auch wenn unsere Idee sehr innovativ ist, standen wir häufig alleine da, da Startups in der Eventbranche eher selten sind. Deshalb haben wir auch keine Förderungen beantragen können“, sagt Dorff. Dennoch habe der Austausch mit anderen Gründern viel gebracht. „Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg.“
Produktion läuft – Buchungen ab April
Vor Weihnachten konnten die beiden den ersten Prototyp ihrer Module begutachten. Die Produktion soll im Frühjahr abgeschlossen sein, erste Buchungen sind ab April geplant. Aktuell arbeiten Aydin und Dorff am Aufbau ihres Partnernetzwerks. „Es dürfen sich gerne interessierte Dienstleister und Locations bei uns melden, die mit uns zusammenarbeiten wollen“, sagt Dorff. Auch ein Lager sowie ein Büro für Beratungsgespräche sind geplant.

Langfristig hoffen die Gründer, dass sich FlairMotion etabliert – vielleicht auch über die Region hinaus. „Wir hoffen einfach, dass die Leute unsere Idee toll finden und wir viele schöne Events planen dürfen“, sagt Aydin. Mehr Mitarbeitende seien perspektivisch denkbar, doch aktuell liege der Fokus auf dem Hier und Jetzt. „Man hat so viele Pläne und Ziele, dass man manchmal vergisst, was man eigentlich schon geschafft hat. Wenn ich mich darauf besinne, bin ich wirklich stolz“, sagt Aydin und Dorff nickt zustimmend.
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