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Zweite Testung ergibt 54 neue Corona-Fälle bei Arbeitern des Zerlegebetriebs in Dissen

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Symbolfoto: Zerlegebetrieb.

Vor wenigen Tagen, am 17. Mai 2020, wurde ein Corona-Massenausbruch in einem Zerlegebtrieb in Dissen bekannt. Der erste Abstrich ergab 92 Corona-Infizierte – nach einem zweiten Corona-Test wurden heute 54 weitere Fälle gemeldet.

54 neue Fälle des Coronavirus beim Dissener Zerlegebetrieb: Bei der zweiten Testung der 126 Mitarbeiter, die im ersten Durchlauf in der vergangenen Woche noch negativ getestet worden waren, ist jetzt in 54 Fällen das Coronavirus nachgewiesen worden. 38 dieser neuen Fälle waren bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne, für 16 weitere Personen werden nun ebenfalls Quarantänen ausgesprochen und deren Kontaktpersonen ermittelt.

Verbreitung wurde erwartet

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Die weitere Verbreitung der Infektion war vom Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück durchaus erwartet worden, denn die Wahrscheinlichkeit wurde als hoch eingeschätzt, dass beim ersten Test am vergangenen Freitag bereits Mitarbeiter mit dem Virus infiziert, aber noch in der Inkubation waren. In diesem Zeitraum lässt sich das Virus noch nicht nachweisen. Auch im Zeitraum zwischen dem ersten Abstrich am Freitag vergangener Woche (15. Mai 2020) und den Testergebnissen am Sonntag kann das Virus in den Sammelunterkünften weitergegeben worden sein.

Mitwirkung eines Dolmetschers eventuell notwendig

Der Gesundheitsdienst arbeitet aktuell mit drei Teams daran, die neuen Quarantänen für 16 Werksvertragsarbeiter an neun verschiedenen Wohnadressen auszusprechen und vor allem auch deren weitere Kontaktpersonen zu ermitteln. Wegen der möglichen Sprachbarrieren zu den osteuropäischen Arbeitern können die Teams bei Bedarf per Videoschaltung auf Dolmetscher zurückgreifen.

Betrieb ab jetzt für zwei Wochen geschlossen

Im Zerlegebetrieb in Dissen konnte unterdessen die genehmigte Not-Zerlegung der Fleischmengen bis zum Mittwochabend bewältigt werden. Hierbei handelt es sich um bereits geschlachtete Sauen, die entweder schon im Unternehmen waren oder die sich in der Anlieferung aus ganz Europa befanden und nicht mehr gestoppt werden konnten. Der Betrieb ist nun zunächst für zwei Wochen, also die Dauer der Inkubation, geschlossen.

PM
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