# Zukunftswald statt Ödnis: 400 Bäume am Haster Berg gepflanzt Datum: 12.02.2025 13:15 Kategorie: Aktuell URL: https://www.hasepost.de/zukunftswald-statt-oednis-400-baeume-am-haster-berg-gepflanzt-563772/ --- Wo einst kahle Flächen und Brombeerbüsche dominierten, wächst nun ein Zukunftswald: Mit vereinten Kräften pflanzten Ehrenamtliche des Vereins „Bäume statt Brachland“ 400 klimaresiliente Bäume im Bischofswald am Haster Berg. ## Keine einfachen Bedingungen Die Bedingungen waren alles andere als einfach. Der Boden – steinig und widerspenstig – machte den Pflanzenden schwer zu schaffen. Selbst der Bagger, den Markus Stolze von seinem Garten- und Landschaftsbaubetrieb zur Verfügung stellte, hatte Mühe, Wurzellöcher auszuheben. „Daraus kann man noch eine schöne Trockenmauer bauen“, kommentierte Stolze augenzwinkernd, als der Bagger große Steinbrocken zutage förderte. Die Aktion war dringend nötig: Nach den Dürrejahren 2018 und 2019 vernichtete der Borkenkäfer 2022 großflächig den einstigen Fichtenbestand. Zurück blieb eine verwilderte Fläche. Doch dank des Engagements mehrerer Akteure nahm das Projekt Fahrt auf. Der Bischöfliche Stuhl zu Osnabrück als Waldbesitzer sowie die Sponsoren Fleischwaren Dieter Hein aus Hasbergen-Gaste und Steuerberater Thomas Dübber aus Osnabrück finanzierten die Aufforstung. Bezirksförster Sven Gerling und Forstaufseher Michael Wallusch planten die Maßnahme, während die Vereinsmitglieder schließlich zur Tat schritten. Auch ein Bagger war im Einsatz am Haster Berg. / Foto: Bäume statt Brachland ### Baumarten, die mit Klimaveränderung klarkommen sollen Besondere Sorgfalt wurde auf die Wahl der Baumarten gelegt. „Da wir heute nicht wissen können, welche Baumarten bei den sich verändernden Umweltbedingungen dauerhaft überleben werden, müssen wir das Risiko streuen. Wir begründen Mischwälder mit Baumarten, von denen wir glauben, dass sie langfristig stabil und vital wachsen werden“, erklärte Forstaufseher Wallusch. Gepflanzt wurden Traubeneiche, Hainbuche, Winterlinde, Elsbeere, Esskastanie und Walnuss – Arten, die mit Dürre, Starkregen und Stürmen besser zurechtkommen sollen. Der gemeinnützige Verein „Bäume statt Brachland“, gegründet von Markus Stolze, hat es sich zur Aufgabe gemacht, brachliegende Flächen zu begrünen und ökologisch aufzuwerten. Wer das Projekt unterstützen oder eigene Flächen zur Verfügung stellen möchte, findet weitere Informationen unter www.baeume-statt-brachland.de. Mit jedem gepflanzten Baum wächst nicht nur der Wald, sondern auch die Hoffnung auf eine widerstandsfähigere Natur. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück