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Zu viel Hände waschen: Dermatologe aus Osnabrück warnt vor Folgeschäden

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Ein Mundschutz, ausreichender Abstand und regelmäßige Handhygiene – diese Vorschriften müssen unbedingt eingehalten werden, um in Zeiten der Corona-Pandemie jederzeit vorbereitet zu sein. In diesem Zusammenhang sind unter Umständen jedoch auch negative Folgeerscheinungen zu erwarten. Ein Osnabrücker Dermatologe klärt diesbezüglich auf.

Dr. Christian Skudlik ist Chefarzt des Instituts iDerm mit Sitz an der Universität Osnabrück und warnt vor den Folgen exzessiver Waschvorgänge. “Durch das häufige Waschen wird dafür gesorgt, dass juckende Hand-Ekzeme wesentlich häufiger in Erscheinung treten. Zudem könnten sich in der vorgeschädigten Haut mehr Erreger einnisten”, schildert der Dermatologe die Lage. Ein Angriff der Hautbarriere sei dadurch ebenso wie mit einer höheren Anfälligkeit für Viren vorprogrammiert.

Seife scheint das Problem zu begünstigen


Hände waschen stellt in Zeiten der Corona-Pandemie fast schon ein Pflichtprogramm für jeden Bürger dar. Damit jedoch keine zusätzlichen Schäden auftreten, sollte vor allem auf zu viel Seife in Zukunft verzichtet werden.

Stattdessen ist ein vermehrter Einsatz von Desinfektionsmittel zu empfehlen. Beim Auftragen ist ein Brennen der Haut zwar möglich, im Gesamtkontext besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Das feurige Empfinden sei laut Dr. Skudlik “kein kein Zeichen einer Schädlichkeit des Alkohols, sondern tritt nur auf, wenn die Haut bereits gereizt oder vorgeschädigt ist.“

Besondere Gefahren in Pflegeberufen gegeben

Ein besonders hohes Risiko besteht laut diverser Angaben im Pflegebereich. Etwa jeder dritte Beschäftigte in Deutschland ist laut Skudlik mindestens einmal jährlich von Handekzemen betroffen. In der Durchschnittsbevölkerung ist es rund jede zehnte Person.

Dass alkoholische Desinfektionsmittel im Pflege- und Gesundheitsbereich eine wirksame Anwendung finden, bestätigt auch das in Berlin angesiedelte Robert-Koch-Institut. Hier handelt es sich laut Angaben um das bevorzugte Mittel aller Beteiligten. Die Wirkung ist dabei allerdings eher exklusiv einzuschätzen. Außerhalb dieser Professionen bieten Desinfektionsmittel in Kombination mit Händewaschen keine wirkliche Eindämmung des Corona-Virus. Auch diese These wurde von der Zweigstelle des Bundesministerium für Gesundheit bestätigt. Eine sinnvolle Alternative sind laut Dr. Skudlik pH-neutrale Waschmittel möglichst ohne Zusatzstoffe.

Eine eigene Vorsorge ist zusätzlich wichtig

Das richtige Händewaschen in Zeiten der Corona-Krise ist laut Angaben von Dr. Christian Skudlik nur die halbe Miete. Um einen umfangreichen Schutz auch nach dem Waschen zu gewährleisten, empfiehlt der Gesundheitsexperte auch eine anschließende, regelmäßige Anwendung von Cremen. Dabei sollte es sich im Idealfall um ein möglichst natürliches Mittel handeln.

Um diese Voraussetzungen zu ermöglichen, sind viele Möglichkeiten gegeben. Abgesehen von der wohl am häufigsten verwendeten Substanz Aloe-Vera Cremen bieten auch Salben auf Kokosölbasis bzw. CBD-Cremen eine gesundheitsfördernde Pflege auf natürlicher Basis. Reize und andere Schädigungen der Haut können somit effektiver abgewendet werden. Die zuvor von Dr. Skudlik erwähnten brennenden Schmerzen bei der Anwendung von Desinfektionsmitteln treten damit auch wesentlich seltener auf.

Ist jedoch gerade keine Creme in Griffweite, können andere Hausmittel zusätzlich einen Schutz der Hände bewirken. Mit einem Handbad in ausgedrückten Zitronenhälften wird die Haut deutlich zarter und resistenter gegenüber Waschvorgängen. Auch Buttermilch in Kombination mit Kamillentee ist hierbei eine gute Lösung. Beide Substanzen sollten zu je  100 Millilitern zu einer gemeinsamen Substanz vermischt werden. Ein Eintauchen von 10 Minuten macht die Hände wieder frisch. In Kombination mit rauen und rissigen Oberflächen kann auch ein regelmäßiges Ölbad die Hände entsprechend versorgen.

Redaktion Hasepost
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