Freudige Erwartung und schmerzlicher Abschied liegen im Zoo Osnabrück derzeit eng beieinander. Während die Tierpfleger gespannt auf die Geburt eines Nashornkalbs im kommenden Frühjahr hoffen, mussten sie sich kürzlich von Tigerweibchen Diana verabschieden.
Freudige Nachricht aus dem Nashornhaus
Der Zoo Osnabrück blickt gespannt ins kommende Frühjahr: Nashornkuh Amalie ist erneut trächtig. Bereits 2023 sorgte ihre Tochter Lisbeth für Zuchtgeschichte – nun hoffen die Tierpfleger auf ein weiteres gesundes Kalb. „Die Geburt von Lisbeth war ein großer Erfolg für uns. Dass Amalie nun erneut tragend ist, zeigt, dass sich die Haltung und das Management bewährt haben“, sagt Zoodirektor Tobias Klumpe. Auch diesmal setzt der Zoo auf Kameras im Stall, um Amalie rund um die Uhr beobachten zu können.

Abschied von Tigerweibchen Diana
Während bei den Dickhäutern neues Leben erwartet wird, musste sich das Team am 6. Juli vom Sumatra-Tiger Diana verabschieden. Die 13-jährige Raubkatze litt an einer schweren Nierenerkrankung. „Trotz intensiver medizinischer Betreuung verschlechterte sich Dianas Zustand in kurzer Zeit so verheerend, dass sich eine tierschutzgerechte Euthanasie als einzige Möglichkeit herausgestellt hat, Leiden zu verhindern“, erklärt Zootierärztin Laura Sieckmann.
Schutz bedrohter Arten
Mit nur noch rund 370 Tieren in freier Wildbahn gelten Sumatra-Tiger als akut vom Aussterben bedroht. Der Zoo Osnabrück beteiligt sich aktiv am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Tigerkater Tilak lebt nun allein auf der Anlage – eine Situation, die für die einzelgängerischen Raubkatzen nicht ungewöhnlich ist.