Osnabrück 🎧Zeitreise in die Vergangenheit - Mittelalterliches Spektakel in der...

Zeitreise in die Vergangenheit – Mittelalterliches Spektakel in der Halle Gartlage

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Am Wochenende, dem 29. Februar und 1. März 2020, konnten sich Besucher der Halle Gartlage in das Zeitalter der Ritter und Könige zurückversetzen lassen. Die Veranstaltung „Osnabrücker Umschlag – Messe Anno 1400“ begeisterte mit viel Musik, mittelalterlichen Ständen und rustikalen Ritterkämpfen.

Angeboten wurden an den 60 Ständen unter anderem mittelalterliche Kostüme, kleine Mitbringsel, handgefertigte Seifen, Pflanzen, sowie zeitgenössischer Schmuck. Bäckereien, Brätereien und Tavernen boten zudem stärkende Mahlzeiten für die Besucher an. „Für Kinder ist es ein besonders schönes Erlebnis zu sehen, wie früher im Mittelalter gearbeitet wurde“, freut sich Marktmeister Thomasius. Unter anderem zeigten eine Schmiede, ein Steinmetz, eine Weberin, Seiler und Drechsler wie unsere Vorfahren im Mittelalter Gebrauchsgegenstände anfertigten.

Honig + Wasser = Wein?

Paj Trójniak ist extra aus Polen angereist, um seine mit Kräutern, Gewürzen und Früchten verfeinerten Honigweine auf der Messe zu präsentieren. Er sei schon seit mehreren Jahren in der Mittelalterszene aktiv und stelle seine Produkte nach traditioneller Art und Weise her. Der „miód pitny“, zu deutsch „Trinkhonig“, ist ein polnischer Wein, der aus Honig und Wasser hergestellt wird. „Alles, was ich anbiete, ist self-made – und das schon seit 19 Jahren“, berichtet er. Die Geschichte des Honigweines gehe weit in die Vergangenheit zurück. Bereits im Mittelalter wäre das Produkt als beliebtes Getränk der polnischen Bevölkerung gehandelt worden. Wichtig sei, dass der miód pitny gut gebraut, klebrig und klar ist. „Die Prozessdauer hängt von dem Verhältnis zwischen Honig und Wasser ab. Ein höherer Honiggehalt bedeutet eine längere Reifung“, erklärt Trójnak. Wie er auf die Idee gekommen ist, die Weine selbst herzustellen und zu verkaufen, kann er leicht beantworten: „Ich habe mich schon länger für das Thema interessiert, da es ein Teil der polnischen Geschichte ist. Irgendwann habe ich dann selbst mit der Produktion angefangen und die Leute haben mir meine Waren abgekauft – alles nicht wirklich spektakulär“, schmunzelt er. Am Sonntagabend geht es für ihn zurück nach Polen: „In wenigen Stunden bin ich schon wieder auf der Heimreise. Das nächste Event ist allerdings schon in Planung. Es ist immer eine Freude meine Waren zu auszustellen.“

Das traditionelle Trinkhorn passt wunderbar zum Honigwein.
 

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