Foto: Kuh, über dts

Berlin (dts) – Zehn Prozent der Milchbauern haben in den vergangenen zwei Jahren aufgegeben. Das zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Agrarexperten Friedrich Ostendorff, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Dienstagsausgabe). Demnach sank die Zahl der Bauernhöfe mit Milchkühen zwischen November 2015 und November 2017 von 73.255 auf weniger als 65.800. Ostendorff schlussfolgerte daraus, dass das Krisenmanagement der Bundesregierung in der vergangenen Milchpreiskrise gescheitert sei.

Der Bund hatte auf den Preisverfall der Milch und die daraus resultierenden finanziellen Schwierigkeiten vieler Milchbauern mit verschiedenen Maßnahmen reagiert – unter anderem mit einem 150 Millionen Euro schweren Bürgschaftsprogramm. Die Antwort aus dem Agrarministerium zeigt aber: Seit dem Start des Programms Anfang Januar 2017 ist bisher lediglich ein Antrag für Garantien in Höhe von 32.500 Euro eingegangen und bewilligt worden. Das Programm läuft noch bis Ende Dezember. Die Maßnahme sei „vollkommen überflüssig“, sagte Ostendorff. „Wenn der Preis die Kosten nicht deckt, kann Staatsgeld das Marktversagen nicht ausgleichen.“