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„Wir stehen klar an der Seite des FMO!“ – SPD Osnabrück spricht sich für Regionalflughafen aus

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Der Oberbürgermeisterkandidat Frank Henning und SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne dos Reis sprechen sich nachdrücklich für den Regionalflughafen FMO aus. Dieser sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region.

„Zu den immer wieder aufflackernden Diskussionen um eine Schließung des Flughafens Münster-Osnabrück äußern sich die beiden SPD-Politiker Susanne Hambürger dos Reis und Frank Henning mit eindeutiger Haltung: „Wir stehen klar an der Seite des FMO!“, betonen die beiden Stadtratsmitglieder in ihrem Statement: „Insgesamt hängen direkt oder indirekt etwa 2.900 Arbeitsplätze vom FMO ab. Eine Schließung würde dementsprechend nicht nur die 500 Arbeitsplätze direkt beim FMO gefährden, die im Übrigen tariflich gut abgesichert sind, einen Betriebsrat haben und den Regeln der gesetzlichen Mitbestimmung unterliegen. Auch die weiteren Arbeitsplätze auf dem Flughafengelände, sei es beispielsweise bei den Airlines, der Flugsicherung, Autovermietern oder Gastronomie, sowie die Arbeitsplätze aufgrund indirekter Effekte des FMO sind ebenfalls vom Flughafen abhängig. Es verbietet sich daher allein schon aus sozialer Verantwortung heraus, Schließungsdiskussionen zu führen. Vielmehr ist für den FMO eine sichere Zukunftsperspektive wichtig“, betonen Frank Henning und Susanne Hambürger dos Reis. „Mit dem wegbrechenden Flugverkehr im Zuge der Corona-Pandemie sind die Flughäfen weltweit massiv unter Druck geraten, insbesondere die Regionalflughäfen. In dieser Situation reflexartig als Totengräber für den regionalen Flugverkehr agieren zu wollen, ist nicht nur unredlich, sondern auch wenig durchdacht“, so die beiden SPD-Politiker.

Wichtiger Wirtschaftsfaktor

„Ein Regionalflughafen ist ein entscheidender Faktor für die Ansiedlung von Unternehmen in der Region“, so die beiden SPD-Ratsmitglieder. „Unternehmensbefragungen der IHK und der HWK haben klar die wirtschaftliche und regionalpolitische Bedeutung aufgezeigt, da die Unternehmen den FMO nutzen, um von hier aus schnell zu den internationalen Drehkreuzen Frankfurt und München zu gelangen. Etliche Unternehmen haben sich gerade wegen dieser guten Verkehrsanbindung in der Region Osnabrück und Münsterland angesiedelt. Für diese Flugverbindungen gibt es kein adäquates Bahnangebot. Das wird sich auch in Zukunft mit dem Deutschlandtakt der Bahn 2030 nicht ändern. Die innerdeutschen Anbindungen an Interkontinentalflüge ab Frankfurt und München sowie Tagesreisen innerhalb Deutschlands und Europas für Geschäftsreisende sind weiter nur sinnvoll per Flugzeug erreichbar. Eine ‚Abwicklung‘ des FMO würde also neben dem Arbeitsplatzverlust für 2.900 Menschen die Gefahr der Abwanderung von Unternehmen aus unserer Region bedeuten, mit weiteren Arbeitsplatzverlusten, geringerer Wertschöpfung und geringeren Steuereinnahmen für die Region.“

Hohe Wertschöpfung

Test49

Henning und Hambürger dos Reis erläutern ihre Ansichten: „69 Betriebe haben sich allein am Standort Greven bewusst im Umfeld des Flughafens angesiedelt. Deren jährliche Wertschöpfung beträgt 77 Mio. Euro. Darüber hinaus generiert der FMO indirekt weitere 107 Mio. Euro jährliche Wertschöpfung. Der FMO ist somit ein Treiber der Leistungsfähigkeit unserer Region. Dazu kommt ein jährliches Steueraufkommen (vor Corona) von 32,5 Mio. Euro, das durch den FMO generiert wird. 16,7 Mio. Euro aus Lohnsteuern, 9,6 Mio. Euro an Umsatzsteuern und rd. 6,2 Mio. Euro jährlich an Gewerbe-, Körperschaft- und Energiesteuern. Allein dieser Blick auf das jährliche Steueraufkommen von rd. 32,5 Mio. Euro zeigt, dass trotz Unterstützungszahlungen an den FMO bei den kommunalen Anteilseignern ein fiskalischer Einnahmeüberschuss in den öffentlichen Haushalten verbleibt.“

Viele Regionalflughäfen bedroht

Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des FMO führen Susanne Hambürger dos Reis und Frank Henning aus: „Dass es zu viele Regionalflughäfen gibt, die einen gegenseitigen Kannibalisierungseffekt erzeugen, ist unstrittig. Nur sollten wir in dieser Situation nicht die Axt an unseren eigenen Flughafen ansetzen, sondern vielmehr die deutlich unwirtschaftlicheren Flughäfen, die mit dem FMO in der Region in einer Konkurrenzsituation stehen, infrage stellen. Viele Regionalflughäfen hängen von einzelnen Billigfliegern ab, deren Geschäft wegen der Corona-Pandemie massiv geschrumpft ist. Die ohnehin anfallenden Verluste könnten deshalb noch größer ausfallen. Eine vom BUND in Auftrag gegebene Studie sieht auf kurze Sicht die Existenz von sieben der untersuchten 14 Regionalflughäfen bedroht, darunter befinden auch die Flughäfen Paderborn/Lippstadt und Niederrhein/Weeze.“

FMO setzt nicht auf Billigflieger

Die Sozialdemokraten fahren fort: „Der FMO wird in der Reihe der zu schließenden Flughäfen in der BUND-Studie ausdrücklich nicht genannt. Das liegt auch daran, dass der FMO im Gegensatz zu anderen Regionalflughäfen nicht auf Billigflieger wie Ryanair gesetzt hat. Sollte der Flughafen Paderborn schließen müssen, hätte das positive Auswirkungen auf das Passagieraufkommen am FMO, da dieser einen Teil der Fluggäste übernehmen könnte. Gerade vor dem Hintergrund, dass es außerdem klares Ziel des FMO ist, spätestens 2030 ein klimaneutraler Flughafen zu sein, sind Diskussionen um eine mögliche Schließung des FMO aus unserer Sicht völlig verfehlt. Vielmehr sollte die gute Position des Regionalflughafens FMO im Vergleich zum Flughafen Paderborn/Lippstadt gestärkt werden, anstelle den FMO infrage stellen zu wollen! Wir stehen klar an der Seite des FMO!“

PM
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