Start Aktuell Wir lassen uns nicht einschüchtern, Ralf Gervelmeyer!

Wir lassen uns nicht einschüchtern, Ralf Gervelmeyer!

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Die Presse erfüllt eine öffentliche Aufgabe, wenn sie in Angelegenheiten von öffentlichem Interesse Nachrichten beschafft und verbreitet, Stellung nimmt, Kritik übt oder auf andere Weise an der Meinungsbildung mitwirkt.

§3, Landespressegesetz, Niedersachen


 

Sehr geehrter Herr Gervelmeyer,


vor knapp drei Wochen bekam ich überraschend eine E-Mail von Ihnen.
Sie baten mich um eine „Stellungnahme“ bevor Sie Ihren Anwalt beauftragen wollten um „Strafanzeige“ zu stellen, und das wegen „Rufmordes“.

Und dann war da noch diese Liste, auf die Sie mich und die HASEPOST setzen wollten. Wie schreiben Sie so schön: „(Ich) werde Sie auf die „schwarze Liste unseriöser Reporter/Medien setzen„. Nun, da sind wir jetzt wohl. Irgendwie auch eine Auszeichnung! Weil E-Mails von Listenplatz-Inhabern offenbar nicht mehr gelesen oder beantwortet werden (dazu beim nächsten Artikel über den Güterbahnhof noch mehr), hier ein wenig Feedback in Form eines öffentlichen Briefs.

Wie sich aus dem (es tut mir leid) nicht sonderlich verständlichen weiteren Text ihrer E-Mail ergab, hätte ich mich gegen die drei Eigentümer des alten Güterbahnhofes gewendet.


Konkret führen Sie auf (inklusive Ihrer Tippfehler): 

Stadt Osnabrück, vertreten durch den Oberbrügermeister
Zion GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer
Evangelische Freikirche Osnabrück, vertreten durch den Vorstand

Nun ja, zwischenzeitlich habe ich unseren Oberbürgermeister, den Sie ihrer kurzen Liste voranstellen, mehrfach getroffen. Zumindest er fühlte sich offenbar nicht sonderlich „ge-rufmordet“, kein Wort darüber von ihm…

Schilder am alten Güterbahnhof Osnabrück.
Mit Verboten kennt sich die ZION GmbH aus. Schilder am alten Güterbahnhof Osnabrück.

Keine Angst, wir haben sonst nicht über Sie gesprochen, Herr Gervelmeyer – es gibt wichtigere Dinge in dieser Stadt!

Das mit der ZION GmbH hat sich ja wohl auch erledigt – dazu unten mehr.
Und was die „Evangelische Freikirche Osnabrück“ angeht. Da meinen Sie den Verein Lebensquelle e.V., dem Sie wohl auch angehören?
„Freikirchen“ gibt es in Osnabrück aber noch ein paar mehr. Zum Beispiel führt die Stadt Osnabrück auf ihrer offiziellen Homepage die Evangelische Freikirchliche Gemeinde, besser bekannt als Baptisten auf, oder die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten auf. Der Verein Lebensquelle e.V. (ob als Kirche oder nicht) taucht dort gar nicht erst auf.

Aber ich will nicht kleinlich sein – oder doch?

Sie also drohen mir und der HASEPOST an, Ihren Anwalt mit einer Strafanzeige zu beauftragen, weil ich „Rufmord“ gegen drei Immobilienbesitzer am Güterbahnhof betrieben hätte.
Einen der offenbar geschädigten scheint es nicht zu interessieren (Herr Griesert hat wirklich nichts dergleichen durchblicken lassen), den anderen haben Sie nicht konkret benennen können (OK, es ist aber schon klar welchen „Verein“ Sie meinen) und dann ist da noch die ZION GmbH, deren Geschäftsführer sie sind.

Aber wo und wie soll es denn zu Rufmord gekommen sein?

Sie schreiben mir am 9. Februar:

„Sie berichten im „Insider 02/2015“ von Ihren Recherchen, dass sich hinter dem Projekt „Gleis 49“ am alten Güterbahnhof OS  „internationale Scheinfirmen“ verstecken.

Und genau das ist auf so vielen Ebenen falsch, Herr Gervelmeyer.
Wie ich Ihnen noch am gleichen Tag zurückgeschrieben habe, schreibe ich gar nicht für den INSIDER! Und nein, ich habe auch nie geschrieben, es würden sich hinter dem Projekt „Gleis 49“ internationale Scheinfirmen verstecken.

INSIDER, Februar 2015
Darum ging es: ein kleiner Artikel im INSIDER, Februar 2015.

Worüber ich aber bei der HASEPOST (nochmal: nicht INSIDER) geschrieben habe, sind die Ergebnisse meiner Recherchen über den Architekten Jürgen Sieling, der in einer von der ZION GmbH einberufenen Pressekonferenz das Projekt „Gleis 49“ vorgestellt hat.
Dieser Architekt gibt auf seiner Homepage(www.premiumobjekt.de) zwei wohlklingende internationale Adressen in London und der Türkei an. Bei näherer Betrachtung führt die Adresse in London zu einem kleinen Reihenhaus in einem Industriegebiet, in dem mehr Firmen (41 „Limiteds“) ihren Sitz haben, als das Haus Fenster hat. Die Adresse in Istanbul führt zu einem trostlosen Industriegebiet, zwischen Schiffswracks und einer Eisenbahnlinie, irgendwo am Bosporus.
Ob das Adressen von „Scheinfirmen“ sind, oder für einen international tätigen Architekten übliche Bürostandorte, das zu beurteilen überlasse ich anderen.
Auch die Kollegen vom INSIDER, die tatsächlich über die Recherchen der HASEPOST berichtet haben, halten sich bei der Beurteilung vage und schreiben nur von „Scheinfirmen“, die sich zu verstecken „scheinen“. Feine Details, aber nicht ganz unwichtig!

Nun ja, selbstverständlich habe ich – vor Veröffentlichung – den Architekten um den es ging (nicht die ZION GmbH, irgendwelche Freikirchen oder gar unseren Oberbürgermeister) um Stellungnahme gebeten. Antwort? Keine!
In unserem Rechtsstaat gibt es das Gegendarstellungsrecht (Rufmord-Klagen gegen Journalisten sind da eher das falsche juristische Instrument), das Ihnen bei der HASEPOST, dem INSIDER und allen anderen Medien, die ihre Aufgabe als Vierte Gewalt Ernst nehmen, zur Verfügung steht. Da hier aber weder von Ihnen noch dem Architekten, der Gegenstand des fraglichen Artikels war, etwas kam, war die Berichterstattung wohl doch nicht so falsch?

Und wo wir gerade bei unbeantworteten Anfragen der Presse sind. Nicht nur Ihr Architekt schweigt, wenn´s unangenehm werden könnte. In meiner letzten E-Mail an Sie Herr Gervelmeyer, habe ich Ihnen die Möglichkeit zur Stellungnahme bezüglich im Raum stehender Vorwürfe wegen ungenehmigter Nutzung von Teilen des Güterbahnhofes gegeben. Auch hier: keine Antwort.
Der Artikel wird dann wohl ohne Ihre Seite der Geschichte online gehen! 

Bis bald,

Heiko Pohlmann

Herausgeber der HASEPOST

 

 

Heiko Pohlmann
Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2011 unter dem Titel "I-love-OS". Die Titelgrafik der HASEPOST trägt dieses ursprüngliche Motto weiter im Logo. Die Liebe zu Osnabrück treibt Heiko Pohlmann als Herausgeber und Autor an. Neben seiner Tätigkeit für die HASEPOST zeichnet der diplomierte Medienwissenschaftler auch für zwei mittelständische IT-Firmen als Geschäftsführer verantwortlich. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/20280-370.

38 KOMMENTARE

  1. Wer sich den Luxus gönnt, einen eigenen Anwalt zu beschäftigen („Abmahnanwalt“ Zutz), der kann ja auch rund um sich zu klagen und böse Briefe schreiben… Man beachte das Logo des Anwalts und den Firmensitz (Adresse des Güterbahnhofs)… Dann schaue man mal das Logo der Firmen von Herrn Gervelmeyer, Personal Partner und Finanz Partner… Eventuelle Gleichheiten sind rein zufällig. Natürlich hat Herr Gervelmeyer kein undurchsichtiges Firmengeflecht, warum auch?!

    • ach,Personal Partner is von dem? Und dann geschehen dort allerfeinste diskreminierungen,kann ja wohl nicht wahr sein oder ? toller Menschenfreund,nur weil man nen Schwerbehindertenausweis hat bekommt man bei personal Partner keinen Job,ach so,eigenes erleben,nicht hören sagen!!!

  2. Er sollte nach seinem letzten Wahlkampf besser seinen Friseur verklagen. Das gab schon eine akute Sehnerv-Vergiftung. Den könnte er sogar wegen Körperverletzung heranziehen. 🙂

  3. Da fragt man sich doch was der Teufel mit dem „Heiligenschein“ da kompensieren muss!? Ralf Gervelmeyer stinkt sowas von!!! So eine Firmenpolitik brauch KEIN Mensch und auch NICHT Osnabrück!!

  4. Ich denke,ma kann nach derartigen Meldungen,getrost feststellen,daß die sozialen Strukturen in Osnabrück teilweise dem Versuch einer Steuerung und Manipulation der öffentlichen Meinung unterliegen und um so wichtiger ist es,daß Hasepost sich nicht einschüchtern läßt! (Y)

  5. Der soll sich einfach nur aus OS verpissen und von mir aus auf einer unbewohnten Insel seine kranke Birne kurieren und alle seine Anhänger mitnehmen !!!!
    Zwangsausweisung !!!

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