Am 22. September beginnt wieder das größte Volksfest in Deutschland: das Oktoberfest! Da es schon lange über die Grenzen Münchens und Deutschlands hinaus populär ist, gibt es mittlerweile in vielen Städten Ableger. In Osnabrück ist beispielsweise das Hollager Oktoberfest besonders populär, das jedes Jahr Leute aus der ganzen Region anzieht. Auf was sollte man aber achten, wenn man sich wirklich dazu entschließt zum Original nach München zu reisen?

1. Frühbucher vor: Die Festzelte

Wer sich nicht schon am Anfang des Jahres einen Platz reserviert hat, der wird es schwer haben in eins der begehrten Bierzelte zu gelangen. Wer also sicher sein möchte, dass er auch wirklich in sein gewünschtes Zeit reinkommt, sollte früh genug buchen – oder früh aufstehen. Denn ohne Reservierung hilft es nur, zeitig und vor allen anderen, vor dem Zelt seiner Wahl zu warten und auf Einlass zu hoffen. Ganze 14 Zelte gibt es dabei auf der Theresienwiese, die Entscheidung wird einem also nicht leicht gemacht.

Für welches man sich am besten entscheidet, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Wer auf Tradition steht, der wird sich in der Augustiner Festhalle wohlfühlen, dort kommt das Bier traditionell aus 200 Liter-Holzfässern. Außerdem zählt das Zelt zu den Familienfreundlichsten. Junge Münchner hingegen treffen sich vor allem im Hacker Festzelt und Promijäger haben am ehesten die Chance im Winzerer Fähndl. Wer denkt, dass es auf dem Oktoberfest nur Bier gibt, liegt allerdings falsch: Im Weinzelt gibt es Wein, Sekt und Champagner als Alternative.

2. Bayerische Tradition: Das Essen

Auf dem Oktoberfest gibt es eine riesige Auswahl an bayerischer Küche. Traditionell sind etwa Schweinshaxe, Weißwurst oder Obatzda. Aber auch das Brathendl, ein halbes Brathähnchen oder Dampfnudeln in Vanillesoße, süße Hefeklöße, sind typisch für die Wiesn. Fischliebhaber können sich an Spezialitäten wie dem Steckerlfisch erfreuen. Dabei ist schon die Zubereitung ein Erlebnis: Die Fische werden auf einem Stock aufgespießt und in einer 15 Meter langen Reihe gegrillt. Wer kein Fleisch oder Fisch essen mag, muss trotzdem nicht hungrig nach Hause gehen: Mittlerweile steigt auch das Angebot für Vegetarier, für sie gibt es beispielsweise Käsepätzle oder Semmelknödel.

Oktoberfest Karussel
Auf dem Oktoberfest geht es in zahlreichen Fahrgeschäften “rund”

3. Ohne Trachten kein Oktoberfest

Ein Oktoberfest ohne Dirndl und Lederhose gibt es nicht, auch wenn Trachten tragen hier natürlich kein Muss ist. Doch auf was sollte man als unbedarfter Trachtenneuling achten, um nicht negativ aufzufallen? Auch wenn die traditionelle Tracht kostspieliger ist, auf unechte Kostümdirndl oder Lederhosen sollte man unbedingt verzichten. Ebenso verpönt sind alberne Accessoires wie Bierhüte, die enttarnen jeden Touristen sofort.

Ein richtiges Dirndl besteht immer aus einem Kleid und einer Schürze sowie, in den meisten Fällen, einer separaten Bluse. Bei der Länge hat man die Wahl: Es gibt Mini, Midi und lange Dirndl. Für alle Neulinge gibt es bei Ladenzeile einen kleinen Guide, der bei der Wahl des richtigen Dirndls weiterhilft. Um keine falschen Signale an die Männer zu senden, sollte man sich außerdem vorher informieren, wo die Dirndl-Schleife je nach Status traditionell gebunden wird.

Das Trachtenoutfit für Herren besteht traditionell aus Lederhose, einem Hemd, meist aus Leinen oder Baumwolle, Strickstümpfen und den passenden Schuhen.  Kombinieren lässt es sich  sich am besten mit einer Trachten- oder Walkjacke.

4. “Griaß God” – die Wiesn-Sprache

Bayerisch hört man hier an jeder Ecke und auch wenn man nicht jedes Wort versteht,ein paar bayerische Wörter und Floskeln helfen, das Eis zu brechen und mit den Münchnern warm zu werden. Man begrüßt sich hier mit „Griaß God“ (Grüß Gott) und verabschiedet sich mit „Servus“ oder „Servas“. Wer ein Bier bestellen möchte, kann auf folgenden Satz zurückgreifen: „I hätt gern a Maß!“. Wem das zu viel ist, der kann auch einfach eine halbe Maß Bestellen: „Hoibe“.