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„Wie sprechen die Osnabrücker?“: Studentin sucht Probanden für Umfrage

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Lea Reich studiert in Hannover und hat jetzt das Glück ein weitesgehend unbekanntes Gebiet – die Osnabrücker Stadtsprache – zu erforschen. / Foto: Schweer

Studentin Lea Reich untersucht in ihrer Bachelorarbeit die Osnabrücker Stadtsprache. Dafür sucht sie noch dringend Osnabrückerinnen und Osnabrücker, die an ihrer Umfrage teilnehmen möchten.

Die 23-Jährige aus Bad Essen studiert Germanistik und Geschichte an der Leibniz Universität Hannover. In ihrer Bachelorarbeit will sie die Osnabrücker Stadtsprache sowohl historisch als auch sprachlich einordnen. Ende August möchte sie eigentlich mit ihren Umfragen fertig sein, doch es fehlt bisher an geeigneten Probanden.

Stadtsprachenforschung ist noch im Kommen

Zu der Osnabrücker Stadtsprache gibt es bisher nur wenige Forschungsarbeiten. Prof. Dr. Utz Maas von der Uni Osnabrück habe sie zwar schon einmal eingeordnet, „aber seitdem ist nicht viel passiert“, so Reich. Bei ihren Umfragen untersuche sie unter anderem, welche Einflüsse das Alter, Geschlecht und der Bildungsgrad auf den Sprachgebrauch haben. „Sprache hat außerdem viel mit Identität zu tun“, erklärt Reich. „Osnabrück ist für uns im Landkreis natürlich ein politischer und sozialer Identifikationspunkt, gerade deshalb habe ich mir Osnabrück ausgesucht.“ Bisher hat die junge Studentin nur einen Drittel der nötigen Interviews geführt. „Gerade die Männer halten sich noch sehr zurück, Frauen waren bisher kooperativer.“

Für ihre Umfrage sucht die Hannoveraner Studentin noch Probanden:

  • Diese müssen gebürtige Osnabrücker oder Personen sein, die im Alter von drei bis 18 Jahren in Osnabrück aufgewachsen sind und noch/wieder in Osnabrück wohnen.
  • Sie sucht noch acht Frauen und acht Männer im Alter von 18 bis 40 Jahren mit und ohne Abitur.
  • Außerdem fehlen ihr noch acht Frauen und acht Männer über 60 Jahren mit und ohne Abitur.
  • Dabei sollte es sich um Personen handeln, die möglichst einen Elternteil haben, der ebenfalls aus Osnabrück kommt.

Umfrage kostet nur etwa eine Stunde Zeit

In der etwa einstündigen Studie wird kein Wissen abgefragt. Da es sich um eine Spracherhebung handelt, wird der Ton des Gesprächs aufgezeichnet. Alle sprach- und personenbezogenen Daten werden vertraulich behandelt, anonymisiert und ausschließlich für die Auswertung der Studie genutzt. Ende September soll die Bachelorarbeit dann veröffentlicht werden.

Wer an der Umfrage teilnehmen möchte, kann sich telefonisch unter 0172 1043594 oder per E-Mail an Lea Reich wenden.

Chantal Schweer
Chantal Schweer
Chantal Schweer ist seit dem Frühjahr 2022 im Team der Hasepost und unterstützt die Redaktion als Praktikantin.
 

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