Wie entsteht Erinnerung? Das Museumsquartier Osnabrück widmet dem vielschichtigen künstlerischen Werk von Marikke Heinz-Hoek in der Villa Schlikker eine umfangreiche Einzelausstellung, die sich vom 16. September bis 13. Januar mit dieser wichtigen Frage des sozialen Zusammenlebens, der gemeinsamen Geschichte beschäftigt.

Zentrales Thema der Werke Heinz-Hoeks ist das Erzählen und Erforschen von Geschichten. Geschichte ist wohl nie abgeschlossen, sondern immer etwas Werdendes, eine fortwährende Interpretation von Vergangenem. Ausgangspunkt ihrer Interventionen ist die eigene Biografie, die sich auf eine überraschende Weise mit der Geschichte der Villa Schlikker verbindet.

Räume der Villa transformieren

Die Räume der Villa Schlikker, das sogenannte „Braune Haus“, 1932 bis 1945 Sitz der Parteizentrale der NSDAP in Osnabrück, werden mit den Mitteln der Kunst transformiert: Videos, Fotografien, Installationen und Zeichnungen arrangiert Heinz-Hoek zu einem raumgreifenden Stück Erinnerungskultur.

Marikke Heinz-Hoek interessiert vor allem der Bereich zwischen erinnertem Fakt und erfundener Fiktion. Für ihre sogenannten „Strategien der Legendenbildung“ bekommt die 1944 geborene Künstlerin international Anerkennung.

Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch

Kuratiert wird die Ausstellung von Museumsdirektor Nils-Arne Kässens unter Mitarbeit von Dr. Thorsten Heese, Kurator für Stadtgeschichte.

Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Dort ist vom 4. November bis 13. Januar die gleichnamige Ausstellung mit anderen künstlerischen Inhalten zu sehen.