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Werfen, Fangen oder Schießen: KIBS und BaKos bieten Bewegungsangebot für ukrainische Flüchtlingskinder

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(von links) Stefan Wessels und Miriam Dannemann bolzen mit den Kindern. / Foto: Schweer

Bewegung, Spiel und Spaß – das steht im Vordergrund des Bewegungsangebotes der Kinder-Bewegungsstadt-Initiative (KIBS) und der Osnabrücker Ballschule e.V. (BaKoS) für ukrainische Flüchtlingskinder. Jeden Freitag zwischen 10 und 12 Uhr können Kinder bei dieser spielerischen Auszeit jetzt auf andere Gedanken kommen und sich spielerisch erste Sprachkenntnisse aneignen.

Seit Ostern können die in der Käthe-Kollwitz-Schule untergebrachten ukrainischen Flüchtlingskinder einmal wöchentlich am Ballspielangebot der KIBS und BaKoS kostenlos teilnehmen. Marina Bauhaus (KIBS) und der ehemalige Fußballprofi Stefan Wessels (BaKoS) bieten den Kindern die Möglichkeit, sich an verschiedene Ballsportarten wie z. B. Basketball, Handball oder Fußball zu probieren und nonchalant erste Deutschkenntnisse erlangen. „Im Spiel ist die Sprache impliziert“, sagt Wessels.

„Die Idee für dieses Projekt kam während der ersten Flüchtlingskrise auf“, so Bauhaus. Dabei habe der Krisenstab der Stadt Osnabrück den ersten Kontakt aufgenommen, um ein Freizeitangebot für ukrainische Flüchtlingskinder auf die Beine zu stellen. „Die Idee war schnell klar und wir hatten das Glück, dass wir durch die Stiftung flexibel waren und direkt durchstarten konnten.“ Das Projekt könne nur durch die Förderung der Swiss Life Stiftung von knapp 5.000 Euro bis Ende diesen Jahres weitergeführt werden.

Unkompliziertes Angebot macht Kindern Integration leichter

Das niederschwellige Angebot integriere Kinder spielerisch, so Wessels. „Es hat ein wenig gebraucht, das Eis zu brechen.“ Obwohl die Anzahl der Teilnehmer durch die Umverteilung in ein eigenes Zuhause variiere, habe sich inzwischen ein Ablauf eingespielt: Zu Beginn würden die Kinder nur zuschauen, aber der Reiz sei schnell so groß, dass sie bald selbst ins Spiel einsteigen würden. Auch Ivka Wessels unterstützt das Projekt durch ihre Mitarbeit und fügt hinzu:“Die Kinder strahlen, aber es ist auch sehr schade, einige von ihnen immer wieder zu sehen. Ich wünsche mir sehr für jedes Kind, dass es bald ein zu Hause findet.“

(von links) Maria Bauhaus, Miriam Dannemann und Stefan Wessels zeigen wie es geht. / Foto: Schweer
(von links) Maria Bauhaus, Miriam Dannemann und Stefan Wessels zeigen den Kindern wie es geht. / Foto: Schweer

Gemeinsam auf sieben Bolzplätzen spielen

KIBS und BaKoS kooperieren auch bei weiteren Bewegungsangeboten in ganz Osnabrück. Bei jedem Wetter bieten sie die Gelegenheit, auf sieben Bolzplätzen in Osnabrück aktiv zu werden, Spaß zu haben und natürlich auch gemeinsam Ballspiele zu spielen. Sobald sie in ihrem zu Hause in den verschiedenen Stadtteilen angekommen sind, können sie das dortige wöchentliche Angebot nutzen“, so Wessels. Dort würden dann ukrainische auf deutsche Kinder treffen und miteinander spielen können.



Chantal Schweer
Chantal Schweer
Chantal Schweer ist seit dem Frühjahr 2022 im Team der Hasepost und unterstützt die Redaktion als Praktikantin.
 

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