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Wer hat Lösungen für das Plastikmüll-Problem? Chemiedidaktik der Universität Osnabrück lobt bundesweiten Schülerwettbewerb aus

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Wer hat Lösungen für das Plastikmüll-Problem? Die Chemiedidaktik der Universität Osnabrück lobt einen bundesweiten Schülerwettbewerb aus. Eine Bewerbung ist bis zum 25. Juni 2021 möglich.

Lösungen für das weltweite Problem Plastikmüll will der Osnabrücker Chemie-Didaktiker Prof. Dr. Marco Beeken mittels eines Schülerwettbewerbs – auch Make@thon genannt – suchen. Der Make@thon startet am 2. Juli in digitaler Form. Nach einer Woche frei einteilbarer Teamarbeit findet die Preisverleihung am 11. Juli statt. Dabei gibt es Preisgelder und andere Preise, wie zum Beispiel eine Fahrt nach Brüssel zu gewinnen. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 9.

Über den „Make@thon“

Make@thon – der Begriff setzt sich aus den Worten „to make“, für machen, und Marathon zusammen. Es wartet also eine handfeste Herausforderung auf die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Die entwickelten Problemlösungen im Reduzieren von Plastikmüll werden in einem kurzen selbst produzierten Film dargestellt, den anschließend die Jury sichtet.

Aufgabenstellung

„Die genaue Aufgabenstellung wird erst bei der Auftaktveranstaltung bekannt gegeben“, erläutert Beeken, der hat mit seiner Arbeitsgruppe Chemiedidaktik, in Kooperation mit dem GDCh-Lehrerfortbildungszentrum Chemie NordWest, dem Rotary-Distrikt 1850 und der Initiative „End Plastic Soup“ den Wettbewerb ins Leben gerufen hat.

Ökologische Herausforderung

Neben dem Klimawandel und dem Erreichen der Ziele des Pariser Klimaabkommens entwickele sich die Plastikmüll- und Mikroplastikthematik zu einer besonderen ökologischen Herausforderung. „Uns allen sind die Bilder von Plastikmüllteppichen in den Ozeanen oder durch Plastikmüll verendete Tiere durch die Medien hinlänglich bekannt“, so Beeken. „Auf der anderen Seite ist Kunststoff aus dem Alltag kaum wegzudenken und trägt – bei sachgemäßem Gebrauch – zu einer nachhaltigen Zukunft bei.“ Ein Informationsdefizit führe bei vielen Menschen dazu, Plastik pauschal abzulehnen und aus dem Alltag zu verbannen. „Statt Mehrweg-Kunststoffflaschen werden Mehrweg-Glasflaschen oder teilweise sogar Dosen gekauft, da diese nachhaltiger seien“, berichtet Beeken. „Dieses ist zum Beispiel hinsichtlich der CO2-Bilanz mitnichten der Fall.“

Fachvorträge und Diskussionen

Für die Schülerinnen und Schüler, die sich am Wettbewerb beteiligen, gibt es an mehreren Abenden Fachvorträge mit Diskussionen zur Plastikthematik. Jedem Team, welches am Wettbewerb teilnimmt, werden Paten zugeteilt. Diese stehen den Schülern bei Problemen oder Fragen zur Verfügung.

Das Make@thon Format wurde von der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik unter der Leitung von Prof. Beeken in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Uni Osnabrück und der FH Südwestfalen in der Corona-Krise entwickelt.

Titelbild: Mikroplastik in Kosmetikprodukten. Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9 sind in einem Wettbewerb aufgerufen, nach Lösungen für das weltweite Problem Plastikmüll zu suchen. Die besten Ideen werden prämiert. Foto: Chemiedidaktik/Universität Osnabrück



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