Osnabrück Was tun gegen das Insektensterben? Bundesumweltministerium fördert angewandtes Forschungsvorhaben...

Was tun gegen das Insektensterben? Bundesumweltministerium fördert angewandtes Forschungsvorhaben der Universität Osnabrück

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Aufgrund des fortwährenden Insektenrückgangs hat das Bundesumweltministerium damit begonnen, Maßnahmen zum Insektenschutz durch die Förderung beispielhafter Projekte voranzutreiben. Im Rahmen der Grünen Woche wurde durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze nun der Förderbescheid für eines der ersten Praxisprojekte zum Insektenschutz überreicht. Gemeinsam mit der Stiftung KulturLandschaft Günztal und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird die Universität Osnabrück in diesem Forschungsvorhaben die Wirkung einer nachhaltigen Landwirtschaft für den Insektenschutz in einem der größten Grünlandgebiete Deutschlands evaluieren.

Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt werden seit 2011 Vorhaben unterstützt, denen eine bundesweit repräsentative Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt zukommt. Die geförderten Projekte sollen langfristig durch die Etablierung nachhaltiger Nutzungsstrategien zu einer positiven Entwicklung der Artenvielfalt beitragen und das gesellschaftliche Bewusstsein für den Biodiversitätsschutz stärken. Der Erfolg dieser Maßnahmen soll dabei durch innovative Forschungsansätze überprüft werden.

Enge Zusammenarbeit mit Partnern

„In enger Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern werden wir Maßnahmen erproben, die insektenfreundliche Bewirtschaftungsmethoden in eine breite Anwendung bringen und dazu beitragen, die Funktionsfähigkeit des regionalen Biotopverbunds zu verbessern“, betont der Ökologe apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann aus dem Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird dabei durch das Monitoring ausgewählter Insektenarten, ergänzt durch populationsgenetische Analysen, umfassend evaluiert. „Basierend auf den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Begleitforschung des Projektes werden wir bundesweit repräsentative Empfehlungen erarbeiten, wie der Insektenschutz in intensiv genutzten Agrarlandschaften zukünftig umgesetzt werden kann“, so Fartmann weiter. Dabei setzt das Projekt auf eine intensive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und eine ökonomische Tragfähigkeit der Maßnahmen.

Sechs Jahre Projektlaufzeit

Während der sechsjährigen Projektlaufzeit werden die zentralen Forderungen des Aktionsprogramms Insektenschutz konkretisiert und in die Praxis umgesetzt. Das Vorhaben wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und inhaltlich durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet.


PM
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