# Deshalb mussten mehr als 100 Eschen im Kasinopark Georgsmarienhütte gefällt werden Datum: 21.01.2026 13:00 Kategorie: Aktuell URL: https://www.hasepost.de/warum-mehr-als-100-eschen-im-kasinopark-georgsmarienhuette-gefaellt-werden-mussten-678238/ --- Wer in diesen Tagen oder bereits in den vergangenen Wochen im Kasinopark unterwegs war, dürfte die Veränderungen nicht übersehen haben. Wo sonst bis zu 25 Meter hohe Bäume ein geschlossenes Kronendach bildeten, klaffen nun große Lücken. Mitte November mussten mehr als 100 Eschen – insbesondere im südlich der Teiche angrenzenden Bereich – aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Das sonst gewohnte Bild des Kasinoparks ist damit ein Anderes. ## Keine andere Wahl: Über 100 Bäume wurden gefällt Dass im Herbst und Winter an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet Baumpflegearbeiten stattfinden müssen, ist keine Seltenheit. Dass aber gleich derart viele Bäume dem Bestand entnommen werden müssen, hingegen schon: „Im Zuge der jährlichen Baumpflegearbeiten kommt es natürlich immer wieder vor, dass einzelne Bäume gefällt werden. In so einer geballten Anzahl wie jetzt im Kasinopark ist das allerdings schon ungewöhnlich. Aber wir hatten bedauerlicherweise keine andere Wahl“, betont der städtische Umweltbeauftragte Andreas Möllenkamp die Notwendigkeit der Maßnahme. Auch im Bereich der Calisthenics-Anlage zeigt sich ein ungewohnter Anblick. Wo sonst viele Bäume für ein geschlossenes Kronendach gesorgt haben, ragen nun nur noch einzelne Bäume empor. / Foto: Stadt Georgsmarienhütte/Niklas Otten ### Der Grund: Pilzbefall Ein Pilz hatte die Eschen, die das Bild des Kasinoparks seit Jahrzehnten in diesem Bereich dominiert haben, befallen. „Falsches Weißes Stängelbecherchen“ – so der Name des Schädlings – sorgt für das sogenannte Eschentriebsterben. Eine Krankheit, die zum Absterben des gesamten Baumes führt. Meistens infizieren die Pilzsporen im Sommer die Blätter der Esche, von wo aus der Erreger in die Triebe vordringt. „Ein Prozess, der recht schnell voranschreiten kann“, so Möllenkamp. Die tückische Folge: Im fortgeschrittenen Stadium breitet sich der Pilz im Inneren sowie im Wurzelbereich des Baumes aus und führt dort zum Absterben des Gewebes, obwohl der Baum von außen noch scheinbar in Takt ist. Zudem haben an den geschwächten Bäumen weitere Sekundärschädlige, wie der Hallimasch-Pilz, ein leichtes Spiel. „Die Bäume neigen schneller zu Astbruch und können aufgrund der äußerlich nicht sichtbaren Wurzelschädigung jederzeit umstürzen, weshalb es aus Gründen der Verkehrssicherheit keine andere Möglichkeit gibt, als diese präventiv zu entfernen. Gerade in Bereichen, wo viele Spaziergänger unterwegs sind“, so Möllenkamp. ### Kein Bekämpfungsmittel So wurde dann auch im Kasinopark verfahren. Ein geeignetes Mittel zur Bekämpfung des Pilzes gibt es für den erst seit den 2000er Jahren in Europa nachgewiesenen Erreger nicht. An den etwas lichteren Charakter des Kasinoparks müssen sich die Besucherinnen und Besucher zunächst gewöhnen, bis die Jungbäume die Lücken auffüllen. Möllenkamp: „Wir haben im Kasinopark eine große Anzahl von Jungbäumen aus der Naturverjüngung. Sollte sich zeigen, dass an einzelnen Stellen eine Nachpflanzung erforderlich ist, wird diese in Abstimmung mit dem beratenden Förster erfolgen.“ Bildunterschrift zum Titelbild: Der Kasinopark Ende November. Nicht nur an den am Wegesrand liegenden Baumstämmen sind die Veränderungen durch das Eschentriebsterben zu erkennen. / Foto: Stadt Georgsmarienhütte/Niklas Otten --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück