Internet Warum HASEPOST mit Facebook kein Problem hat

Warum HASEPOST mit Facebook kein Problem hat [Update]

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Wie sicher sind meine Daten noch, nachdem Facebook seine AGB geändert hat? Was kann man tun?

 

[Update] Da sich dieser Artikel (ausgerechnet) via Facebook so weit verbreitet hat, nochmal kurz die Schritte um Facebook (und andere Datensammler, i.d.R. Werbenetzwerke) per Klick daran zu hindern Eure Daten zu erfassen um daraus Präferenz-Profile zu bilden:

  • Präferenzmanagement-Seite (Your Online Choices) der EDAA aufrufen
  • warten bis die knapp 100 bei der EDAA erfassten Werbenetzwerke mit Eurem Browser abgeglichen wurden
  • einzelne oder alle datensammelnden Netzwerke deaktivieren
  • Prozedur mit anderen ggf. installierten Browsern (Chrome, Firefox, Internet Explorer, Safari etc.) wiederholen

Bitte beachten: da nach entsprechender Deaktivierung die Werbung nicht mehr anhand von zuvor besuchten Seiten ausgewählt wird, können die Werbenetzwerke bzw. Facebook auch nicht mehr nach Interessen filtern. Man kann über die gleiche URL aber auch alle Netzwerke wieder aktivieren. Das Deaktivieren der Datensammlung ersetzt keinen Ad-Blocker. werbung wird also weiterhin angezeigt, nur nicht mehr basierend auf (vermuteten) Präferenzen.

Wenn ein Werbenetzwerk beim Aufruf der Präferenzmanagement-Seite nicht erreichbar ist (kommt wohl häufiger vor), Prozedur später nochmal wiederholen.


Zum Monatsende, am Freitag den 30. Januar, setzte Facebook seine neue Datenrichtlinie in Kraft.
Eine Maßnahme, die nicht ohne Kritik – vor allem im datenschutz-affinen Deutschland – blieb.

Kein Widerspruch möglich? Das stimmt nicht!

Bevor wir zu den Maßnahmen kommen, die HASEPOST.de bereits seit Dezember 2014 ergriffen hat, um Nutzer unserer Seite vor zu viel Datenschnüffelei zu schützen, muss ersteinmal ein Mythos aus der Welt geräumt werden.
Zwar ist es richtig, dass mit dem erstmaligen Benutzen von Facebook am 30.01.2015 (oder irgendwann danach) alle bestehenden Nutzer nach Ansicht von Facebook die neuen Richtlinien akzeptiert haben – eine sehr bequeme Sichtweise von Facebook, was das Einwilligen in neue Vertragsbedingungen angeht. Da Facebook aber eine privat geführte “Veranstaltung” ist, bleibt ja immer noch die Alternative sich von Facebook abzumelden. So jedenfalls die Sichtweise von Facebook. Das kann man zwar arrogant finden, aber das US-Unternehmen wird sich wohl mit dieser “Masche” durchsetzen – trotz zahlreicher Proteste und einer eigens einberufenen Sitzung des Rechtsausschusses des Bundestags.
Was jedenfalls nicht hilft: Grafiken zu posten, auf denen man den neuen AGB widerspricht.

So einfach geht´s. Ein Klick auf www.youronlinechoices.com/de/ und Facebook (und andere) bleiben ausgesperrt!
So einfach geht´s. Ein Klick auf www.youronlinechoices.com/de/ und Facebook (und andere) bleiben ausgesperrt!

Allerdings ist Facebook auch Mitglied der European Interactive Digital Advertising Alliance (EDAA), einer Lobby-Organisation der digitalen Werbewirtschaft in Brüssel. Und da die digitale Wirtschaft nicht immer nur fordern kann, sondern der EU-Bürokratie auch beweisen muss, manchmal auch geben zu können, bietet diese Organisation die (ein wenig versteckte) Funktion an sich über eine “Präferenzmanagement” genannte Funktion bei Anbietern von nutzungsbasierter Online Werbung (Online Behavioural Advertising, kurz: OBA) abzumelden.
Mit nur einem einzelnen Klick kann man sich bei dutzenden Werbenetzwerken abmelden, oder auch nur bei Facebook (siehe Screenshot).
Auf der Präferenzmanagement-Seite der EDAA sieht man bei der Gelegenheit auch gleich, bei welchen Anbietern man mit seinem Browser bzw. Endgerät schon als Nutzer geführt wird.
Deaktiviert man einen oder alle dort aufgeführten Werbeanbieter, wird ein Cookie auf Eurem PC, Handy, Tablet etc. gespeichert, der diesen Anbietern in Zukunft untersagt Euer Surfverhalten zu protokollieren.
Diese Funktion sollte allerdings mit Bedacht gewählt werden, denn einmal aktiviert, sieht man in Zukunft vielleicht vollkommen irrelevante Werbung. Als Auto-Fan zum Beispiel statt VW, Mercedes & Co. dann Stützstrümpfe und Erwachsenen-Windeln. Dinge, die entsprechend des protokollierten Surfverhaltens sonst als irrelevant nicht auf Eurem Browser angezeigt werden würden.
A propos Browser: die Funktion der Präferenzmanagement-Seite muss auf jedem Endgerät und auf jedem installierten Browser (Firefox, Internet Explorer, Safari, Chrome etc.) ausgeführt werden und ggf. nach größeren Updates des Betriebssystems wiederholt werden.

Erst wenn tatsächlich ein Artikel über Facebook geteilt wird, bekommt Facebook Informationen über Euren Besuch bei HASEPOST.de

Und warum sind die neuen Facebook-AGB nicht für das Besuchen von HASEPOST.de relevant?

Um unseren Lesern/Nutzern ein Höchstmaß an Datensicherheit zu bieten, haben wir die Funktionen des c´t-Projekts “Shariff” implementiert.
Das c’t-Projekt Shariff ersetzt die üblichen Share-Buttons der Social Networks und schützt das Surf-Verhalten der HASEPOST-Leser vor neugierigen Blicken.
Einfach gesagt funktioniert das so: während normale Social-Media-Buttons bereits dann, wenn sie im Browser angezeigt werden Daten an Facebook, Google+ und Twitter senden, sorgt Shariff dafür, dass erst dann eine Meldung “Nutzer befindet sich auf Seite XY” ausgelöst wird, wenn der Nutzer selbst aktiv durch Drücken der Schaltfläche die Meldung (ich..) “teile” (…diese Seite) auslöst.

Einen Anruf kann man nicht tätigen ohne ein Telefon zu benutzen.
Facebook (um in der Analogie zu bleiben) will aber (seit dem 30.01.2015) jedes mal eine Meldung verwerten, wenn man nur an einem Telefon (ein Like- oder Teilen-Button) vorbeigeht. Bekommen hat Facebook diese Info schon immer (bis Shariff diese Meldungen, zum Beispiel bei HASEPOST.de, unterdrückte); seit Ende Januar sehen die AGB auch explizit die Verwendung dieser Informationen vor.

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HASEPOST.de beteiligt sich grundsätzlich nicht an unnötiger Datenübertragung per Social-Media-Button, da wir mit Shariff eine Lösung implementiert haben, die Datenkraken (zumindest von unserer Seite) aussperrt. Erst wenn tatsächlich ein Artikel über Facebook geteilt wird (vielen Dank übrigens, wir schätzen das sehr) bekommt Facebook die Information, dass Ihr HASEPOST.de besucht habt!

Man muss sich also nicht von Facebook abmelden, sondern kann Facebook auch mit einem einfachen Klick am Datensammeln hindern. Und auch Betreiber von Webseiten, die eine Like-Funktion anbieten, können ihren Teil zum Datenschutz beitragen.

Heiko Pohlmann


Redaktion Hasepost
Dieser Artikel entstand innerhalb der Redaktion und ist deshalb keinem Redakteur direkt zuzuordnen. Sofern externes Material genutzt wurde (bspw. aus Pressemeldungen oder von Dritten), finden Sie eine Quellenangabe unterhalb des Artikels.

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