HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Zusammenstoß beim Abbiegen: Schwerer Motorradunfall in Bad Essen
Präsidentin der Uni Osnabrück auf Platz 3 bei...
Frisch saniert, aber ohne Dach: Busfahrgäste stehen an...
Frau in Osnabrück auf Fahrbahn gestoßen: Tatverdächtiger in...
Gute Nachricht des Tages: Universität Osnabrück unterstützt neu...
Verkehrskontrolle in Osnabrück bringt mutmaßlichen Drogenhandel ans Licht
Zwei Tote nach Schüssen in Bramsche sind Vater...
Robotik „made in Osnabrück“: Wieso Studierende den Verein...
Verwaltungsgericht weist Klage zum Radentscheid in Osnabrück ab
Das muss man über den „Lauf gegen Rassismus“...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite AktuellWarum eskalierte Polizeieinsatz am brennenden Wohnwagen in Melle?
AktuellLandkreis Osnabrück

Warum eskalierte Polizeieinsatz am brennenden Wohnwagen in Melle?

von Jasmin Schulte 27. Juli 2022
von Jasmin Schulte 27. Juli 2022
Polizeieinsatz in Melle nach Wohnwagenbrand / Foto: Westermann
30

Polizeieinsatz in Melle nach Wohnwagenbrand / Foto: Westermann

Am späten Samstagabend (23. Juli) kam es auf einem Campingplatz in Melle zu einem Brand – ein Wohnwagen stand in Flammen. Nach Angaben der Polizei habe sie sich während der Löscharbeiten mit betrunkenen Gaffern auseinandersetzen müssen. Jetzt meldet sich eine Zeugin, die eine ganz andere Sicht auf die Geschehnisse vor Ort schildert.

Die Fakten: Gegen 23:15 Uhr hatten Anwohner am Ludwigsee ein Knallgeräusch wahrgenommen. Als die Freiwillige Feuerwehr eintraf, stieg Rauch über dem Gelände auf und der Wohnwagen eines 50-Jährigen stand in Vollbrand. Das Feuer drohte unmittelbar auf einen weiteren Wagen und ein Zelt überzugreifen. Rund 15 Minuten nach Alarm hatten die Feuerwehrleute den Brand bereits unter Kontrolle. Um die Arbeit der Feuerwehr nicht zu behindern und eine Gefährdung für die anderen Gäste des Campingplatzes auszuschließen, erteilte die Polizei für den Einsatzort Platzverweise – auch für einen 27- und einen 52-Jährigen.

Zwei Seiten – zwei Wahrnehmungen

Ab hier gehen die Erlebnisse auseinander: Die Polizei schildert, dass sie den 27-Jährigen mehrfach und mit Nachdruck aufforderte, „die Brandörtlichkeit aus gefahrenabwehrrechtlichen Gründen zu verlassen“. Auf den Ausspruch eines Platzverweises habe der junge Mann zunehmend aggressiv reagiert und wiederholt versucht, den Gefahrenbereich zu betreten. „Dieses Verhalten machte den Einsatz von Pfefferspray, worauf der Mann nicht reagierte, und sodann den Einsatz eines Schlagstocks, worauf der Mann ebenfalls nicht reagierte, erforderlich, um den Platzverweis durchzusetzen“, heißt es vonseiten der Polizei. Auch einen Diensthund, der – wie die Polizei bestätigte – den Mann verletzte, wurde eingesetzt.

Im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt eine Zeugin, die selbst Urlaub auf dem Platz machte, davon, dass der 27-Jährige, der im Nachhinein von der Polizei als Gaffer dargestellt wurde, der eigentliche Held gewesen sei: Denn er habe den 50-Jährigen Wohnwagenbesitzer zunächst alleine, als dieser jedoch feststeckte mithilfe seines 52-jährigen Vaters, aus dem brennenden Wohnwagen gerettet. Das hingegen decke sich laut Polizei allerdings nicht mit den Wahrnehmungen der eingesetzten Polizeikräfte und den Erkenntnissen aus den Zeugenbefragungen vor Ort.

Diensthundeinsatz nötig?

Im Anschluss wollte er, so die Augenzeugin, nach seiner Frau und seinen Kinder sehen, als die Polizei ihn jedoch nicht vorbeiließ, wurde es auf beiden Seiten laut. Die Beamten griffen zu Pfefferspray, nach dessen Einsatz er sich zusammengekrümmt habe, die Polizisten griffen dennoch zu einem Schlagstock.
„Ich verstehe nicht, warum sie Schlagstöcke verwendeten, obwohl er sich schon gekrümmt hat“, so die Augenzeugin, die nach Recherchen unserer Redaktion auch keine persönliche Bindung zu der Familie hat. Der 27-Jährige wurde im RTW versorgt. „Es schien, als hätte sich die Lage beruhigt“, sagt die Frau. In der Zwischenzeit sei die Frau des jungen Manns aufgetaucht, doch die Schwiegermutter und ein Säugling fehlten noch. Als er nach ihnen sehen wollte, wiederholte sich das Spiel. Die Polizei sei ihn verbal angegangen, wollte seine Personalien haben. Der 27-Jährige verweigerte dies und entfernte sich rückwärts von den Beamten. „Von ihm ging keinerlei Gefahr aus“, so die Zeugin. Dann sei die Bullitür eines Polizeiwagens aufgegangen und der Polizeihund ohne Maulkorb habe sich in seinem Schenkel verbissen.

Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte die Polizei, dass bei Einsätzen grundsätzlich immer mal eine Streife dabei sei, die einen Hund dabei habe. Letztlich handle es sich um ganz normale Polizisten, die auch reguläre Einsätze anfahren. Dass der 27-Jährige von dem Polizeihund verletzt wurde, bestätigte auch die Polizei – allerdings habe er eine sofort eingeleitete medizinische Versorgung der Bisswunde durch eine vor Ort befindliche RTW-Besatzung abgelehnt. Fraglich ist, wieso er die Behandlung verweigerte, denn am nächsten Morgen suchte er ein Krankenhaus auf – seine Wunde hätte sich entzündet, da er keinen Tetanusschutz habe. Ein Bild wurde unserer Redaktion zugespielt. Nach Aussagen der Zeugin, die in Kontakt mit dem Patienten steht, liege er nach wie vor im Krankenhaus und müsse aufgrund der Tiefe der Entzündung vermutlich operiert werden.

Schenkel des 27-Jährigen nach Diensthundbiss / Foto: Privat

Schenkel des 27-Jährigen nach Diensthundbiss / Foto: Privat

Held oder Gaffer?

Der junge Mann und sein Vater wurden im Anschluss mit auf die Wache genommen, auf Anordnung der Staatssanwaltschaft Osnabrück wurden ihnen eine Blutproben entnommen. Vor Ort hätten die Beamten einen „deutlichen Atemalkoholgeruch“ festgestellt. Die Männer erhalten Strafanzeigen wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, der Sohn zusätzlich wegen Körperverletzung, teilte die Polizei mit. Nach bisher unbestätigten Angaben soll auch der 27-Jährige sich gegen das Vorgehen der Polizei am Einsatzort mittels Anwalt wehren. Die 180 Grad-Wende „vom Retter zum Gaffer“ versteht die Zeugin absolut nicht. „Keiner hat sich an das Feuer getraut und er hat einfach, ohne darüber nachzudenken, geholfen.“

Unsere Redaktion versuchte auch vergeblich den Campingplatzbetreiber zu erreichen, um eine dritte Seite zu hören.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
Jasmin Schulte

Jasmin Schulte begann im März 2018 als Redakteurin für die Hasepost. Nach ihrem Studium der Germanistik und der Politikwissenschaft an der Universität Vechta absolvierte sie ein Volontariat bei der Hochschule Osnabrück. Weitere Stationen führten sie zu Tätigkeiten bei einer lokalen Werbeagentur und einem anderen Osnabrücker Verlag. Seit März 2022 ist Jasmin Schulte zurück bei der HASEPOST und leitet nun unsere Redaktion. Privat ist Jasmin Schulte als Übungsleiterin tätig, bloggt über Literatur und arbeitet an ihrem ersten eigenen Roman.

vorheriger Artikel
Comic Planet Con: Comic Planet veranstaltet erste eigene Convention
nächster Artikel
Volksbank sponsert bis zu zehn Scheunenpartys mit 2.500 Euro

das könnte Sie auch interessieren

Zusammenstoß beim Abbiegen: Schwerer Motorradunfall in Bad Essen

3. März 2026

Präsidentin der Uni Osnabrück auf Platz 3 bei...

3. März 2026

Frisch saniert, aber ohne Dach: Busfahrgäste stehen an...

3. März 2026

Frau in Osnabrück auf Fahrbahn gestoßen: Tatverdächtiger in...

3. März 2026

Gute Nachricht des Tages: Universität Osnabrück unterstützt neu...

3. März 2026

Verkehrskontrolle in Osnabrück bringt mutmaßlichen Drogenhandel ans Licht

3. März 2026

Zwei Tote nach Schüssen in Bramsche sind Vater...

3. März 2026

Robotik „made in Osnabrück“: Wieso Studierende den Verein...

3. März 2026

Verwaltungsgericht weist Klage zum Radentscheid in Osnabrück ab

3. März 2026

Das muss man über den „Lauf gegen Rassismus“...

3. März 2026


Aktuelle Artikel

  • Neue Eurojackpot-Gewinnzahlen: Jackpot wächst weiter bis 120 Millionen

    3. März 2026
  • Zusammenstoß beim Abbiegen: Schwerer Motorradunfall in Bad Essen

    3. März 2026
  • Merz und Trump planen neue umfangreiche Handelsabkommen zwischen USA und Deutschland

    3. März 2026
  • Union und SPD planen schärfere Strafen bei Femiziden

    3. März 2026
  • Nahost-Krise: Dax stürzt ab, Öl- und Gaspreise explodieren

    3. März 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3