An kaum einem Ort kommen Urlauber der unberührten und wilden Natur näher als in Island. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist der kleine Inselstaat nördlich des europäischen Festlandes bei Wanderern und Trekking-Begeisterten so beliebt. Wer auf große Wanderschaft gehen will, sollte vorab jedoch einiges wissen, da das Naturreich auf der Insel vor allem für Unvorbereitete einige Hürden bergen kann.

Welche sind die besten Routen?

Island hat eine riesige Vielfalt an Wanderwegen zu bieten. Besonders begehrt bei Reisenden sind beispielsweise die Strecken Laugavegur und Fimmvörðuháls. Erstere umfasst rund 55 Kilometer und kann binnen vier oder fünf Tagen erkundet werden. Fimmvörðuháls wiederum misst rund 23 Kilometer Länge und ist innerhalb von etwa zehn Stunden erwanderbar. Hier allerdings sollten körperliche Fitness und Trittsicherheit mitreisen, denn der Weg gilt als anspruchsvoll. 

Doch damit nicht genug: auch an den Westfjorden, in den drei Nationalparks und sogar rund um den vulkanischen Gebirgszug Kerlingarfjöll im Hochland lässt es sich herrlich wandern.

Selbst organisieren oder nicht?

Naturfreunden steht auf der Insel also eine große Auswahl an Wegen parat. Das wiederum erschwert die Planung der persönlichen Route, schließlich ist es zu Fuß nicht möglich, Tag für Tag besonders große Strecken zurückzulegen. Auch wissen viele Urlauber nicht, an welchen Orten sie die für sie interessantesten Sehenswürdigkeiten erleben und entlang der Strecke übernachten können. Das wiederum macht die Reiseplanung zu einer großen Herausforderung mit viel Rechercheaufwand.

Daher empfiehlt es sich, eine Wanderreise in Island mit der Hilfe von Experten zu gestalten. Das mag im ersten Moment nach weniger Freiheit bei der Gestaltung klingen, bietet aber einige Vorteile. So sind bei einer professionell konzipierten Reise bereits feste Routen entlang sicherer Wege vorhanden, im Notfall ortskundige Personen zugegen und auch auf plötzliche Wetterumschwünge kann leichter reagiert werden. Wer sich nicht viele Stunden lang mit der Organisation befassen möchte, ist mit geplanten Wandertouren gut beraten. 

Und soll es trotzdem eine Wanderung auf eigene Faust sein, sollten Reisende ihre Planung stets unter safetravel.is eintragen. So können sie sicherstellen, dass im Notfall schnelle Hilfe möglich ist.

Die richtige Reisezeit zum Wandern in Island

Das ozeanische Klima in Island bringt keine allzu harten Extreme mit sich. Winter fallen entsprechend mild aus, während das Thermometer im Sommer nur selten über die 25-Grad-Marke klettert. Da die Tage im Winter jedoch kurz sind und das Wetter mit viel Schnee und Sturm aufwarten kann, empfehlen sich Trekking- und Wanderurlaube eher während der wärmeren Zeiten. Vor allem die beliebten Wanderungen im Hochland sind im Winter ebenso nicht möglich.

Zwischen Juni und September verzaubert Island Wanderer mit vergleichsweise langen Tagen, einer blühenden Natur und zu Beginn der Saison weniger Regen. Dennoch kann das Wetter weiterhin wechselhaft sein. Wer sich hinaus in unberührte Landschaften begibt, sollte deswegen für plötzlich auftretenden Niederschlag oder Wind gewappnet sein. 

Im Sommer liegen die Werte für gewöhnlich bei zwölf bis 15 Grad, wobei es im Hochland kühler ist als an der Küste. Der Isländische Wetterdienst hat eine interessante Zusammenfassung des Wetters von 2018 veröffentlicht. Laut der Experten wurde in Patreksfjörður an den Westfjorden die wärmste Temperatur des Jahres – nämlich 24,7 Grad am 29. Juli – gemessen. Es lohnt sich, die Monatsübersicht genauer zu studieren, um ein Gefühl für Islands Witterungsverhältnisse zu bekommen. Im Hinterkopf behalten sollten Urlauber dabei allerdings, dass natürlich nicht jedes Jahr gleich verläuft.

Richtig packen: Das darf nicht fehlen

Im direkten Kontakt mit der isländischen Natur ist optimale Vorbereitung alles. Gut ausgestattet mit einem konkreten Wanderplan und im besten Fall auch einem Smartphone reagieren Wanderer flexibler. Seit der Einführung des EU-Roamings können Touristen ihr Handy in Island zu gewohnten Kosten nutzen. Es lohnt sich, täglich den Wetterbericht zu studieren und auf besondere Vorkommnisse sowie Warnungen zu achten.

Was die Kleidung betrifft, ist das Zwiebelmodell beim Trekking und Wandern in Island ratsam. Reisende sollten sich auf jedes Wetter vorbereiten und mehrere Schichten übereinander tragen. Ein Mix aus

  • Funktionskleidung,
  • wärmender Wolle
  • und wasserfester Oberbekleidung

erweist sich als besonders sinnvoll. Auch Handschuhe und eine Mütze gehören in das Gepäck, wenn kühle Temperaturen zu erwarten sind. An den Füßen tragen Urlauber im besten Fall festes Schuhwerk mit solidem Profil. Wasserfest sollte es ebenfalls sein, um beim Durchqueren flacher Bäche oder größerer Pfützen keine nassen Füße zu riskieren. Geht es in Gebiete mit Schnee, lohnt sich zudem das Einpacken einer Sonnenbrille. 

Auf den Rücken gehört beim Erkunden Islands ein ergonomischer Rucksack mit ausreichend Stauraum. Darin kann ausgezogene Kleidung genau wie die Regenjacke für den Notfall verstaut werden.

Genügend Verpflegung muss unbedingt mit auf Tour gehen, da die Wanderwege meist nicht in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten liegen. Um das Gepäck etwas zu erleichtern, reicht es bei einigen Routen, eine leere Flasche mitzunehmen. Sie kann an den Frischwasserquellen auf der Insel aufgefüllt werden. Wanderer sollten deshalb darauf achten, dass solche Quellen entlang ihres Weges liegen. Im Zweifel ist es sinnvoll, Getränke mitzunehmen.