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„Wahnsinnserfolg“ dank Spitzenforschung der Osnabrücker Biologie: 11,5 Millionen Euro für die Uni Osnabrück

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Das Team der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler freut sich über den neuen SFB. / Foto: SFB 1557

Mit ihrer Forschungsstärke in der Biologie hat die Universität Osnabrück wiederholt einen wichtigen Drittmittelerfolg erzielt. Der von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Osnabrück und Münster eingereichte Antrag für den Sonderforschungsbereich 1557 „Funktionale Plastizität, kodiert durch zelluläre Membrannetzwerke“ (kurz: SFB 1557) wurde vom SFB-Senatsausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Förderung ausgewählt. Damit erhält die Universität Osnabrück mehr als 11,5 Millionen Euro Förderung für die erste Laufzeit von vier Jahren.

„Wir freuen uns über den Wahnsinnserfolg“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl. „Dass die Biologie erneut einen prestigeträchtigen Sonderforschungsbereich für die Universität einwerben konnte, ist ein Gemeinschaftserfolg der beteiligten Persönlichkeiten und ebenso Resultat unserer stetigen Bemühungen, die Biologie weiter zu stärken. Wir haben allen Grund zum Feiern!“

Mohrs: Forschungsstarke und erfolgreiche Biologie in Osnabrück

Der SFB 1557 ist der vierte Sonderforschungsbereich der Osnabrücker Biologie in Folge. Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs gratuliert: „Die Biologie der Universität Osnabrück ist forschungsstark und erfolgreich. Sie genießt international wie national ein hohes Ansehen. Das Land unterstützt die Osnabrücker Biologie seit vielen Jahren im Ausbau ihrer Kompetenzen. Meine Anerkennung für Professor Ungermann – aber auch für die vielen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in den neuen Sonderforschungsbereich eingebunden sind.“

Das Team um SFB-Sprecher Prof. Dr. Christian Ungermann, Professor für Biochemie, möchte ein besseres Verständnis darüber erhalten, wie Zellen ihre Membranen auf veränderte Bedingungen anpassen und damit lebensnotwendige Stoffwechselprozesse dynamisch steuern.

„Wir wollen verstehen, wie die Funktionsweise von Proteinen durch die Eigenschaften der Membran beeinflusst wird, und wie im Gegenzug die Zellen ihre Membraneigenschaften kontrollieren und ändern können“, erläutert Prof. Ungermann. „Von besonderem Interesse ist die Analyse der funktionellen Plastizität, also die Anpassung der Membranen an neue Bedingungen wie oxidativen Stress oder Hunger, die für das Überleben von Organismen essenziell ist.“

Maximale Laufzeit von zwölf Jahren

Die Forscherinnen und Forscher greifen für ihre biochemischen Grundlagenfragen auf hochmoderne Methoden der Fluoreszenzmikroskopie und Massenspektrometrie, sowie auf ein seit 2021 verfügbares Kryo-Elektronenmikroskop zurück. Das Center for Cellular Nanoanalytics Osnabrück (CellNanOs) am Campus Westerberg ist dabei Dreh- und Angelpunkt der Osnabrücker SFB-Spitzenforschung.

Prof. Ungermann: „Ein entscheidender Vorteil des SFB 1557 liegt in der engen Zusammenarbeit von Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen biologischen Modellsystemen und methodischen Expertisen. Das wird uns ermöglichen, neue, allgemeingültige Prinzipien der zellulären Membranorganisation zu entdecken und ihre grundlegende Bedeutung für Organismen aufzuklären.“

Der neue SFB 1557 wird ab Januar 2023 zunächst für vier Jahre gefördert und hat eine maximale Laufzeit von 12 Jahren.

PM
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