Deutschland & die Welt Vielen Familien fehlt Geld für Begräbnis verstorbener Angehöriger

Vielen Familien fehlt Geld für Begräbnis verstorbener Angehöriger

-


Foto: Friedhof, über dts

Berlin (dts) – Trotz Wirtschaftsbooms samt Rekordbeschäftigung fehlt Zehntausenden Familien Geld für das Begräbnis verstorbener Angehöriger. Das geht aus Angaben des Statistischen Bundesamtes hervor, welche die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann nachgefragt hat und über welche die “Neue Osnabrücker Zeitung” berichtet. 19.211 Personen erhielten demnach im Jahr 2018 Geld von den Sozialämtern, weil sie selbst nicht in der Lage waren, die Beisetzung verstorbener Angehöriger zu bezahlen.

Insgesamt erstatteten die Kommunen 53,7 Millionen Euro. Seit 2016 geht die Zahl der Sozialbestattungen leicht zurück. 2016 sprang der Staat in 21.434 Fällen ein und erstattete insgesamt 59,5 Millionen Euro. 2017 waren es 20.227 Fälle und 57,25 Millionen Euro. Wer Geld vom Amt für die Bestattung Hinterbliebener erhält, muss sich zuvor einer Einkommens- und Vermögensprüfung unterziehen. Übernommen werden laut Sozialgesetzbuch die Kosten “für eine ortsübliche und einfache, der Würde des Verstorbenen entsprechende Bestattung”. Wie viel Geld die Kommunen dafür geben müssen, ist nicht näher festgelegt, sodass es erhebliche Unterschiede gibt. “Viele Menschen können es sich nicht leisten, ihre verstorbenen Angehörigen beerdigen zu lassen. Auch nach ihrem Tod werden die Verstorbenen ein weiteres Mal als arm gebrandmarkt, durch das sichtbar ärmliche Begräbnis und die bescheidene Grabausstattung”, kritisierte Zimmermann in der NOZ. Aufgrund zunehmender Altersarmut und prekärer Beschäftigung sei für die Zukunft “ein Anstieg von Sozialbestattungen zu erwarten”. Zimmermanns Befürchtung: Angesichts einer steigenden finanziellen Belastung der Kommunen könnten diese die Kostenübernahme absenken. “Dabei wäre es in vielen Regionen notwendig, die Leistungen anzuheben, um auch armen Menschen ein würdevolles Begräbnis zuteilwerden zu lassen”, sagte die Linken-Abgeordnete. Es sei von großer Bedeutung, “dass endlich bundesweit einheitliche Standards für Sozialbestattungen festgelegt werden”.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

aktuell in Osnabrück

Landkreis Osnabrück: Eltern sollen vorsorglich Zustimmung zu Corona-Tests für ihre Kinder geben

"Im Falle eines Auftretens einer COVID-19 Infektion im engeren schulischen Umfeld Ihres Kindes, ist es in vielen Fällen sinnvoll...

Der VfL holt ein glückliches, am Ende aber verdientes 1:1 in Fürth!

In einer Partie, die von Anfang an von beiden Mannschaften mit viel Engagement geführt wurde,  holte der VfL durch...

FDP zieht Wirtschaftskompetenz der CDU in Zweifel

Foto: Volker Wissing, über dts Berlin (dts) - Die FDP hat im Streit über das geplante Gesetz für eine...

Tausende Demonstranten fordern Flüchtlingsaufnahme aus Moria

Foto: Protestplakat nach Brand in Flüchtlingslager Moria, über dts Berlin (dts) - In Berlin und anderen deutschen Städten haben...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost

Kostenfrei
Ansehen