Am 15. Spieltag der 3. Liga hat der VfL Osnabrück gegen den FC Ingolstadt einen späten 1:0-Heimsieg eingefahren. Lange deutete an der Bremer Brücke vieles auf eine Punkteteilung hin, ehe Joker Ismail Badjie in der 89. Minute mit einer starken Einzelaktion den entscheidenden Treffer erzielte.
Im Vergleich zum 1:0 in Cottbus nahm Cheftrainer Timo Schultz zwei Wechsel vor: Kevin Wiethaup und Kevin Schumacher rückten für Fridolin Wagner und Frederik Christensen in die Startelf. Die Lila-Weißen erwischten einen aktiven Beginn, setzten Ingolstadt früh unter Druck und kamen über Standards und Flanken zu den ersten Annäherungen. In der 11. Minute hatte Robin Meißner die frühe Führung auf dem Fuß, scheiterte aber aus kurzer Distanz an FCI-Torhüter Eisele.
Lange wenig los
Osnabrück hatte insgesamt etwas mehr vom Spiel, ließ im letzten Drittel aber die nötige Präzision vermissen. Ingolstadt wiederum blieb überwiegend harmlos, tauchte nur vereinzelt vor dem VfL-Tor auf. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal brenzlig, als ein abgefälschter Distanzschuss von Besuschkow knapp am rechten Pfosten vorbeirauschte (45.+1). So ging es folgerichtig torlos in die Halbzeit.
Nach kurzer Verzögerung durch Rauchschwaden aus dem Osnabrücker Block starteten beide Mannschaften unverändert in den zweiten Durchgang. Die Partie blieb zunächst zäh und zweikampfbetont. Meißner setzte in der 49. Minute einen Direktabschluss knapp am Pfosten vorbei, während Ingolstadt über Konter immer wieder Nadelstiche setzte. Chancen blieben jedoch Mangelware.
Mit zunehmender Spieldauer nahm das Risiko beider Teams leicht zu. Ein Distanzversuch von Kaygin aus großer Entfernung (73.) sowie ein Kopfball von Fabinski (75.) sorgten für die auffälligsten Momente, ohne jedoch echte Gefahr auszustrahlen.
Badjie trifft spät – und sorgt für Ekstase
Schultz brachte in der Schlussphase frische Offensivkräfte, die dem VfL sichtbar neuen Schwung gaben. In der 89. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Badjie hielt den Ball zunächst auf der linken Seite im Spiel, zog nach innen, ließ Hoppe stehen und schlenzte die Kugel unhaltbar ins lange Eck – das 1:0. Beim anschließenden Jubel riss der Torschütze sein Trikot aus, wofür er die Gelbe Karte sah. Ingolstadt warf in der sechsminütigen Nachspielzeit noch einmal alles nach vorne, doch die Lila-Weißen verteidigten den Vorsprung konsequent und brachten den wichtigen Heimsieg über die Zeit.
Durch den späten Erfolg bleibt der VfL Osnabrück in der Spitzengruppe der 3. Liga und sammelt im Aufstiegsrennen einen wichtigen Dreier. Ingolstadt bleibt dagegen im Tabellenkeller stecken. Für die vorerst zweitplatzierten Lila-Weißen geht es am kommenden Wochenende mit einem kniffligen Auswärtsspiel beim form- und offensivstarken SC Verl weiter.
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