Deutschland & die Welt Verteidigungsministerium bekommt mehr Personal

Verteidigungsministerium bekommt mehr Personal

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Foto: Verteidigungsministerium, über dts

Berlin (dts) – Das Bundesministerium der Verteidigung bekommt mehr Personal: Aufgrund der gewachsenen Aufgaben werden künftig 2.500 statt bisher 2.000 Dienstposten in Berlin und Bonn benötigt. Das geht aus einem Schreiben der Personalabteilung des Ministeriums an die Inspekteure der Teilstreitkräfte und die Präsidenten der nachgeordneten Bundesbehörden hervor, über das die “Welt” in ihrer Mittwochsausgabe berichtet. Die notwendigen Anpassungen sollen demnach noch im dritten Quartal 2017 eingeleitet werden, dafür sollen “alle Kräfte und Beschleunigungsmöglichkeiten genutzt” werden.

Der frühere Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte im Jahr 2012 festgelegt, dass es im Ministerium Ende 2017 insgesamt 2.000 Dienstposten geben soll. Die Aufstockung sei nun nötig, um “künftig die Kapazitäten und Aufgaben entlang der politischen und strategischen Ziele steuern und gleichzeitig die Aufgabenwahrnehmung fortlaufend optimieren zu können”, heißt es in dem Brief. So gebe es viele neue Aufgaben: sicherheitspolitische Entwicklungen, die neue Abteilung Cyber, Social-Media-Aktivitäten sowie das Schreiben strategischer Dokumente. Dafür seien exakt 2.504 Dienstposten nötig, wobei es bei “Spitzenbelastungen” auch 2.600 sein könnten. Die Inspekteure von Heer und Luftwaffe, Jörg Vollmer und Karl Müllner, warnen davor, den Personalbedarf des Ministeriums aus ihren Reihen zu rekrutieren. In einem gemeinsamen Brief an Staatssekretär Gerd Hoofe heißt es laut Zeitung, die Entscheidung führe zu “erheblichen Risiken für Heer und Luftwaffe” und deren Einsatzbereitschaft. Beide Teilstreitkräfte verfügten “über keine freien Dienstpostenressourcen”. Sollte das Ministerium beabsichtigen, seinen Personalbedarf in Heer oder Luftwaffe zu decken, würde das “zwangsläufig zu weiteren, nicht mehr tragbaren Vakanzen, zu Leistungseinbrüchen in der Zuarbeit zum BMVg, zur Verlängerung der Einsatzzeiten in den laufenden Einsätzen, zur Schwächung der Führung und Dienstaufsicht in der Truppe und nicht zuletzt zur weiteren Überforderung des verbleibenden Personals führen”. Schon jetzt alimentiere man das Ministerium und andere Ämter mit Hochwertressourcen. Auch der Inspekteur der Sanität, Generaloberstabsarzt Michael Tempel, warnte das Ministerium: Er verfüge nicht über freie Dienstposten, um das Ministerium zulasten der nachgeordneten Bereiche zu stärken. Werde das dennoch verlangt, warne er “vor Defiziten in der Auftragserfüllung” und “Überlastung des eingesetzten Personals”.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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