Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Anklage gegen einen jetzt 25 Jahre alten Mann aus Osnabrück wegen Totschlags erhoben. Dem Angeschuldigten wird vorgeworfen, am 15.05.2018 in Osnabrück seinen vier Tage alten Sohn erschlagen zu haben.

Der Vater hatte im Ermittlungsverfahren zunächst angegeben, der Säugling sei von einem unbekannten fremden Hund gebissen worden. Da dies den Beamten der Polizei unglaubwürdig erschien, gab er an, das Kind sei ihm beim Windeln heruntergefallen. Schließlich räumte er ein, mit der neuen Situation überfordert gewesen zu sein und deshalb mehrmals gegen den Kopf des Kindes geschlagen zu haben. Mittlerweile gibt er an, er habe das nach einem Sturz bewusstlose Baby durch die Schläge reanimieren wollen.

Säugling verstarb im Krankenhaus

Der Säugling erlitt nach dem Obduktionsbefund neben Hämatomen am ganzen Körper und einer Schädelfraktur eine massive Hirnblutung, die zum Tod führte.
Die Anklage ist zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts erhoben worden.
Das Landgericht hat noch nicht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden.

Der Angeschuldigte wird von den Rechtsanwälten Frank Otten und Thorsten Diekmeyer, beide aus Osnabrück, verteidigt.