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Veranstaltungen zum Gedenken an Reichspogromnacht in Osnabrück

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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland zahlreiche Synagogen. Auch in Osnabrück wurde das jüdische Gotteshaus an der heutigen Alten Synagogenstraße in Brand gesetzt, jüdische Bürger wurden verhaftet oder waren gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt.

Jährlich wird an die Verbrechen und die Opfer dieser Nacht im Rahmen einer zentralen Gedenkfeier erinnert, die seit dem Jahr 2001 durch Osnabrücker Schulen ausgerichtet wird. In diesem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler der Thomas-Morus-Schule Osnabrück die Aufgabe übernommen. Unter dem Titel „Das Gedenken in die Stadt tragen!“ widmen sie sich dem Thema Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart und machen in besonderer Weise das Schicksal der ermordeten Menschen jüdischen Glaubens aus Osnabrück sichtbar.

Gedenkfeier im Osnabrücker Schloss


Da der 9. November in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, den jüdischen Ruhetag Sabbat, findet die Gedenkfeier am Vormittag des 10. November um 11.30 Uhr in der Aula des Schlosses Osnabrück statt. Im Anschluss wird ein Gedenkgang zur Kranzniederlegung am Ort der zerstörten Synagoge an der Alten Synagogenstraße überleiten. Begleitet werden die Veranstaltungen am 9. November durch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Konzerten, Vorträgen oder auch Ausstellungen. So wird beispielsweise vom 15. November bis 18. Januar im Foyer der neuen Universitätsbibliothek am Westerberg die Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ gezeigt, die den Holocaust in Weißrussland dokumentiert.
Am 17. November findet um 17 Uhr im Gemeindezentrum der St. Joseph-Kirche das Konzert „Kirche trifft Synagoge“ mit bedeutenden jüdischen und christlichen Kompositionen statt. Ebenfalls am 17. November um 15 Uhr beleuchtet der Sinto Mario Franz in der Gedenkstätte Augustaschacht in dem Vortrag „Leben unter uns, sterben unter anderen“ das Schicksal seiner Vorfahren und den Völkermord an einer halben Million Sinti und Roma durch die Nazis.


Nähere Informationen zu den genannten und weiteren Veranstaltungen sind in einem Faltblatt nachzulesen, das in der Bürgerberatung und Tourist-Information erhältlich ist, an weiteren öffentlichen Orten ausliegt oder hier heruntergeladen werden kann.
Anmeldung zu der Gedenkveranstaltung am 10. November und weitere Informationen bekommen Sie vom Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück, Telefon 0541 323-2287, E-Mail grewe.c@osnabrueck.de.

Zerstörte Synagoge am Morgen des 10. November 1938 / Foto: Sammlung Ordelheide Osnabrück

PM
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