Osnabrück Ver.di: Weitere Warnstreiks im Einzelhandel in der Region Osnabrück

Ver.di: Weitere Warnstreiks im Einzelhandel in der Region Osnabrück

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Am heutigen Freitag ruft ver.di Beschäftigte im Einzelhandel in der Region Osnabrück zu weiteren Warnstreiks auf. Mit einer Fortsetzung muss auch am morgigen Samstag gerechnet werden.

Nach der zweiten Verhandlungsrunde am 10. Juni 2021 für die rund 330.000 Beschäftigten im niedersächsischen und circa 46.000 Beschäftigten im bremischen Einzelhandel ist diese ergebnislos vertagt worden. Das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot lehnt ver.di als unzumutbar für die Beschäftigten ab.

Umsatzrekorde

„Nach Umsatzrekorden in 2020 den die Beschäftigten unter schwierigsten Bedingungen erwirtschaftet haben, bieten die Arbeitgeber für 2021 gerade mal eine Entgelterhöhung von nicht mal 1,0 Prozent an. Das ist eine Frechheit und zeigt 0,0% Wertschätzung und Anerkennung“, kritisiert Maiko Schulz, ver.di-Fachsekretär für den Handel in Osnabrück, „deshalb rufen wir die Beschäftigten am heutigen Freitag unter anderem aus den Betrieben Kaufland, Marktkauf, Ikea und weitere in Osnabrück und Belm zu Warnstreiks auf.“

Steigende Kosten

„Die Beschäftigten im Handel leisten jeden Tag wichtige und sehr gute Arbeit für uns alle. Seit Monaten leiden Sie zudem unter schwierigen Umständen und erhöhten Belastungen. Das muss sich in ihrer Entlohnung auch dementsprechend wiederfinden. Wertschätzende Worte für die tägliche harte Arbeit sind das eine, steigende Kosten bei den Beschäftigten für unter anderem Mieten, Mobilität und Lebensunterhaltung, können davon aber nicht beglichen werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Arbeitgeberangebot

Das Arbeitgeberangebot lautet für 2021 nach zwei Nullmonaten 1,0 Prozent, erst in 2022 weitere 1,4 Prozent und nach 24 Monaten 2 Prozent bei einer Laufzeit von insgesamt 36 Monaten. Eine nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 1,4 Prozent des individuellen Bruttomonatsgehalts für die Monate Juli 2021 bis April 2022 soll das Angebot ergänzen.

Für Unternehmen, die von Pandemieauswirkungen betroffen sind, soll es 2021 keine Erhöhung geben, erst zum 1.03.2022 soll es 1,0 Prozent, zum 1. November 2022 1,4 Prozent und zum 1. November 2023 2,0 Prozent geben. Die Einmalzahlung sollen die Beschäftigten nicht erhalten.

Fortsetzung der Verhandlungen

Die Verhandlungen werden am 30. Juni oder 01. Juli 2021 fortgesetzt.

Die ver.di-Forderungen lauten:

  •  Erhöhung der Löhne, Gehälter um 4,5 Prozent plus 45 Euro im Monat
  •  Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich
  • 12 Monate Laufzeit des Tarifvertrages
  • Rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde
  • Gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages

Für tarifgebundene Krisenunternehmen/-betriebe bietet ver.di an, durch differenzierte Unternehmenstarifverträge Lösungen zu schaffen. Zur Umsetzungsweise besteht bereits ein Tarifvertrag aus dem Jahr 2006.

Mit einer Fortsetzung der Warnstreiks muss auch am morgigen Samstag, dem 12. Juni 2021, gerechnet werden.



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PM
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