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Urlaubszeit ist Einbruchszeit: Polizei Osnabrück gibt Tipps für sichere Sommerferien

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(Symbolbild) Einbrecher

Am Donnerstag (14. Juli) starten in Niedersachsen die Sommerferien und viele Menschen freuen sich auf die langersehnte Reisezeit. Doch nicht nur für Urlauber, sondern auch für Einbrecher beginnt eine vielversprechende Zeit. Die Polizei Osnabrück gibt jetzt Tipps in der Einbruchszeit.

In den vergangenen fünf Jahren konnte die Zahl der Wohnungseinbrüche um 70 Prozent reduziert werden. Insgesamt nahm die Zahl der Fälle in 2021 um 316 Taten (31 Prozent) stark ab und sank mit 719 in Einbrüchen in 2021 auf ein neues 30-Jahrestief. Die Aufklärungsquote stieg in der Direktion überdurchschnittlich – von 27 auf 42 Prozent. Mittlerweile bleibt es bei jedem zweiten Einbruch lediglich beim Versuch. Oftmals reichen schon kleine Vorkehrungen, um Langfinger abzuschrecken.

Social Media als Einbrecherfalle

Auch wenn der Urlaub mit Vorfreude erwartet wird und Bilder und Ziele mit Freunden geteilt werden sollen, appelliert die Polizei beim Posten von Urlaubsbildern vorsichtig zu sein. Denn: „Nicht nur die echten Freunde können diese Nachrichten lesen, sondern auch potentielle Einbrecher, die gerade Social Media zunehmend als Informationsquelle nutzen“, so Nadine Kluge-Gornig, Sprecherin der Polizeidirektion Osnabrück.

Außerdem sollten Schwachstellen am und im Haus ausfindig gemacht werden. Gerade Balkone bzw. Terrassen oder auch Kellereingänge, die nicht einsehbar sind, bieten eine gute Voraussetzung für Einbrüche. Damit Einbrecher erst gar nicht in die eigenen vier Wände eindringen können, sollten zudem Mülltonnen, Gartenmöbel oder Leitern nicht in der Nähe von Fenstern und Balkonen stehen. Zusätzliche mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern führen zu einem höheren Kraftaufwand, wodurch Einbrecher schneller vom Objekt ablassen und seien deshalb eine gute Investition. Durch staatliche Förderungen werden solche Modernisierungsmaßnahmen rund um den Einbruchschutz bezuschusst. Auch Licht wirke auf Einbrecher abschreckend: Programmierte Zeitschaltuhren, die die Räume mit Licht zur dunkleren Tageszeit erhellen, seien ebenso nützlich wie Beleuchtung an einbruchsgefährdeten Bereichen um das Haus herum beispielsweise in Form von Bewegungsmeldern.

Wachsamer Nachbar ist nach wie vor bester Einbruchschutz

Ein „wachsamer Nachbar“ gehöre nach Angaben der Polizei immer noch zum effektivsten aktiven Einbruchschutz. Eine Vertrauensperson kann gebeten werden, Jalousien über Tag hochzuziehen und bei Nacht herunterzulassen oder auch den Briefkasten zu leeren. „Lassen Sie Ihr Zuhause bewohnt aussehen – das schreckt die Täter ab“, so Kluge-Gornig.

Gleichzeitig bittet die Polizei alle, ein besonderes Auge auf ihr Wohnumfeld zu haben: „Greifen Sie zum Telefonhörer, wenn sie Personen oder Fahrzeuge beobachten, die sich in der Nähe ihres Hauses oder in der Nachbarschaft aufhalten und sich verdächtig verhalten“, rät Kluge-Gornig. „Achten Sie auf unüblichen Lärm oder Geräusche und teilen Sie Ihre Hinweise über den Notruf 110 mit. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und benachrichtigen Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen etwas komisch vorkommt.“

Tipps der Polizei:

  • Immer die Haustür abschließen – auch wenn man nur kurz das Haus verlässt.
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren verschließen und den Schlüssel nicht draußen verstecken.
  • Auf Fremde in der näheren Wohnumgebung achten.
  • Keine Hinweise auf Abwesenheit geben, die Einbrecher für ihre Zwecke nutzen können.
  • Auch bei längerer Abwesenheit sollte die Wohnung einen bewohnten Eindruck machen.
  • Telefonnummern mit den Nachbarn tauschen, um auch für den Notfall erreichbar zu sein.
  • Sensibel mit der Veröffentlichung von persönlichen Daten und Informationen über die sozialen Netzwerke umgehen.

Weitere nützliche Tipps sind auch auf der Präventionsseite des ProPK und bei den Präventionsteams in den Polizeiinspektionen erhältlich.

Polizei Pressestelle
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Für Pressemitteilungen der Polizei gilt: Diese werden bei Fahndungsaufrufen oder Täterbeschreibungen grundsätzlich nicht durch uns gekürzt. Wir halten ungefilterte Berichterstattung für wichtiger als politische Korrektheit.

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