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Gemeinsam die Welt entdecken: Osnabrücker Verein Unikate e.V. fördert Kindergartenkinder

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Beim EMIL-Projekt verbringen die Patinnen und Paten Zeit mit den Kindern. Foto: Unikate e.V.

Kinder sind neugierig, wollen lernen und die Welt entdecken. Der Osnabrücker Verein Unikate e.V. unterstützt sie dabei, indem er ihnen einen erwachsenen Paten oder eine Patin zur Seite stellt. Getreu dem Motto „Du und Ich Zeit für mich!“ spielen die Paten und Kinder miteinander, unternehmen Ausflüge und fördern ganz nebenbei das individuelle Lernen.

EMIL, das steht für „Ehrenamtliches Mentorenprojekt für individuelles Lernen“. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein Projekt des Osnabrücker Vereins Unikate e.V.: Kinder zwischen drei und sechs Jahren bekommen einen Paten oder eine Patin zur Seite gestellt, der oder die ca. einmal pro Woche mit ihnen spielt, Ausflüge unternimmt und mit ihnen die Welt entdeckt.

Corona-Pandemie hat Probleme verschärft

„Meist sind es die Kitas, die uns die Kinder vermitteln,“ erklärt Markéta Künne, Projektkoordinatorin von EMIL. „Die Erziehenden schauen, wem eine individuelle Förderung besonders gut täte.“ Das Projekt richtet sich an ganz unterschiedliche Kindergartenkinder. Sie kommen zum Beispiel in Frage, wenn sie sehr viele Geschwister haben und mal Zeit für sich brauchen, wenn sie einen Migrationshintergrund, oder besondere Fragen im Alltag haben. Laut Künne haben sich die Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie deutlich verschärft. Die Kinder hätten ein ganzes Jahr ihrer Entwicklung verloren und zum Teil große sprachliche und soziale Defizite entwickelt.

Spielen, lernen und Spuren suchen

Die ehrenamtlichen Patinnen und Paten versuchen diese Defizite aufzufangen und den Kindern eine schöne Zeit zu ermöglich. Sie besuchen zum Beispiel gemeinsam den Zoo oder die Bibliothek und lernen ganz nebenbei voneinander.

Besonders ist die Idee der „Spurensuche“, bei der Groß und Klein gemeinsam zu einer Frage forschen. „Der 5-jährige Leon wollte beispielsweise wissen, wie viele Kirchen es in Osnabrück gibt. Zunächst schaute er mit seiner Patin auf einen Stadtplan. Als er dabei nicht weiter kam, hatte Leon die Idee, den Bürgermeister zu fragen. Der müsse es schließlich wissen,“ sagt Unikate-Vorsitzende Stephanie Koopmann schmunzelnd. „Gemeinsam gingen sie ins Rathaus, doch der Mann an der Rezeption musste den 5-Jährigen enttäuschen, der Bürgermeister war leider nicht da.“ Auch ein solcher Misserfolg sei eine wertvolle Erfahrung für ein Kind. Es lerne, nicht direkt aufzugeben und weiter zu fragen. So auch der kleine Leon. Er hatte dann die Idee, seinen Pfarrer anzurufen. Der konnte seine Frage tatsächlich beantworten.

EMIL startet auch im Landkreis

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Auch in mehreren Gemeinden im Osnabrücker Landkreis sollen EMIL-Patenschaften entstehen. Wegen der Pandemie konnten diese Standorte aber noch nicht an den Start gehen. Das soll sich jetzt ändern: „Wir wollen vor Ort mit je zehn Patenschaften anfangen und sind aktuell noch auf der Suche nach Ehrenamtlichen“, sagt Stephanie Koopmann. Interessierte bekommen viel Unterstützung durch den Verein in Form von Schulungen und Trainings. Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein, ein maximales Alter gibt es aber nicht. Doch nicht nur die Kinder profitieren von EMIL. Koopmann: „Die Patenschaften laufen offiziell nach einem Jahr aus, aber die dort entstandenen Freundschaften kennen keine Grenzen.“

Dieser Artikel wurde von Lukas Brockfeld und Sophie Scherler gemeinsam verfasst

Lukas Brockfeld
Lukas Brockfeld ist seit dem Sommer 2019, erst als Praktikant und inzwischen als fester Mitarbeiter, für die Redaktion der HASEPOST unterwegs.
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