Jeder zweite Deutsche ist laut einer aktuellen Umfrage des „Deutschlandtrends“ der ARD der Meinung, Deutschland und die Europäische Union sollten sich deutlich gegen das Vorgehen der USA in Venezuela aussprechen – auch auf die Gefahr hin, Donald Trump zu verärgern. Gleichzeitig hält eine deutliche Mehrheit die US-Militäraktion in Venezuela für nicht gerechtfertigt und sorgt sich um eine Verschiebung der Regeln in der Weltpolitik hin zum Recht des Stärkeren.
Hälfte der Deutschen für deutliche Kritik an den USA
Nach einer Umfrage des „Deutschlandtrends“ der ARD sprechen sich 50 Prozent der Deutschen dafür aus, dass sich Deutschland und die Europäische Union deutlich gegen das Vorgehen der USA in Venezuela aussprechen, auch wenn das Donald Trump verärgern könnte. Für die Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest von Montag bis Mittwoch dieser Woche 1.323 Wahlberechtigte befragt. Demnach vertreten 39 Prozent die Position, Deutschland und die EU sollten nach der US-Militäraktion in Venezuela eher zurückhaltend sein, um Donald Trump nicht zu provozieren.
Anhänger von CDU/CSU sind in dieser Frage laut Infratest geteilter Meinung: 48 Prozent sind eher für eine deutliche Reaktion, 45 Prozent für Zurückhaltung. AfD-Anhänger sprechen sich mehrheitlich für Zurückhaltung (58 Prozent) aus; 32 Prozent von ihnen befürworten eine deutliche Reaktion. Anhänger von Grünen (78 Prozent), Linken (78 Prozent) und SPD (69 Prozent) sind mit klarer Mehrheit dafür, dass sich Deutschland und die EU deutlich gegen das US-Vorgehen aussprechen, auch wenn das Donald Trump verärgern könnte.
Bewertung der US-Militäraktion in Venezuela
Die USA haben Venezuela am vergangenen Wochenende angegriffen, den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro festgenommen und außer Landes gebracht. Eine deutliche Mehrheit der Bürger (72 Prozent) hält der Umfrage zufolge die US-Militäraktion gegen Venezuela für nicht gerechtfertigt, wie der „Deutschlandtrend“ der ARD berichtet. 12 Prozent halten sie für gerechtfertigt. Jeder Sechste (16 Prozent) antwortet auf diese Frage mit „weiß nicht“ oder macht keine Angabe.
Sorge vor dem „Recht des Stärkeren“
Gleichzeitig machen sich vier von fünf Deutschen (81 Prozent) große oder sogar sehr große Sorgen, dass in der Weltpolitik zunehmend das Recht des Stärkeren gilt, wie aus der Umfrage des „Deutschlandtrends“ der ARD hervorgeht. Jeder Sechste (15 Prozent) hat diesbezüglich wenig oder gar keine Sorgen.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .