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Trinkwasser in Osnabrück wird teurer – Stadtwerke heben Wasserpreis an

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Weil das Land Niedersachsen Anfang des Jahres 2021 die Verdoppelung der Wasserentnahmegebühr beschlossen hat, müssen die Stadtwerke Osnabrück nun den Wasserpreis für Trinkwasser anpassen. Ab dem 1. April soll der Nettopreis pro Kubikmeter rund zehn Cent teurer sein.

Die Stadtwerke Osnabrück heben zum 1. April 2021 die Trinkwasserpreise an. Hauptgrund für die erste Anpassung seit 2009 ist die Erhöhung der Wasserentnahmegebühr durch das Land Niedersachsen. Konkret steigt der Verbrauchspreis um 12 Cent netto pro Kubikmeter.

Wasserversorger müssen mehr zahlen

Der Niedersächsische Landtag hatte zu Jahresbeginn die Verdoppelung der Wasserentnahmegebühr (WEG) um 7,5 Cent pro Kubikmeter auf nunmehr 15 Cent pro Kubikmeter beschlossen. Diesen Preis müssen Wasserversorger seither für die Entnahme von Grundwasser an das Land zahlen. Ein Teil der dadurch erzielten Mehreinnahmen sollen für den „Niedersächsischen Weg“ verwendet werden, mit dem das Land Maßnahmen zum Natur-, Arten- und Gewässerschutz finanziert. „Im Sinne unserer Nachhaltigkeitsstrategie begrüßen wir natürlich das Vorhaben, Umwelt- und Naturschutz zu unterstützen. Gleichzeitig treffen diese Mehrkosten alle Wasserversorger in Niedersachsen und zwingen auch uns dazu, die Preise anzupassen“, erläutert Heinz-Werner Hölscher, Geschäftsführer der SWO Netz. Bereits im Jahr 2015 hatte es eine Erhöhung der WEG um rund 2,4 Cent pro Kubikmeter gegeben, die die Stadtwerke seinerzeit jedoch nicht an ihre Kunden weitergegeben hatten.

Wasserqualität bleibt erhalten

Rund zwei Cent, also etwa ein Fünftel der jetzt anstehenden Preiserhöhung, resultieren aus generellen Kostensteigerungen – beispielsweise bei den Personal- und Materialkosten, aber auch bei der Instandhaltung und Erneuerung. „Wir werden unseren Kunden auch weiterhin Trinkwasser in sehr guter Qualität zur Verfügung stellen“, so Hölscher weiter. Die Preisanpassung betrifft ausschließlich den Verbrauchspreis – die Grundpreise bleiben gleich. Konkret steigt der Netto-Preis pro Kubikmeter von derzeit 1,44 Euro auf 1,56 Euro – hinzu kommen für die Endverbraucher sieben Prozent Mehrwertsteuer. Für einen durchschnittlichen Singlehaushalt in Osnabrück mit einem Verbrauch von rund 50 Kubikmetern im Jahr bedeutet das eine jährliche Mehrbelastung von rund sechs Euro im Jahr. Eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von etwa 150 Kubikmetern wird mit Mehrkosten von circa 19 Euro im Jahr belastet.

Symbolbild Wasserhahn



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