Start Nachrichten Transparenzregister: Familienunternehmer sehen sich als "Freiwild"

Transparenzregister: Familienunternehmer sehen sich als „Freiwild“

-




Foto: Computer-Nutzerin, über dts

Berlin (dts) – Deutschlands Wirtschaftsvertreter laufen Sturm gegen Verschärfungen beim Transparenzregister. Der Verband „Die Familienunternehmer“ hat sich mit Briefen an die Regierung gewandt. Wirtschaftliche Eigentümer würden zu „Freiwild“, heißt es in den Schreiben, über die das „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) berichtet.

Europarecht sowie Verfassungsrecht würden gebrochen, der Datenschutz verletzt. Anlass ist die Fünfte EU-Geldwäscherichtlinie, die kürzlich in Kraft getreten war. Sie muss bis zum 10. Januar 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. Ziel ist der verstärkte Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Künftig soll das dafür eingerichtete Transparenzregister über wirtschaftliche Eigentümer von Unternehmen öffentlich zugänglich gemacht werden. „Persönliche Daten und Rückschlüsse auf Vermögensverhältnisse von Familienunternehmern werden dabei jedem interessierten Laien auf dem Präsentierteller serviert“, klagt Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer“, in seinem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). In einem Schreiben an Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) kritisiert er: „Der öffentliche Zugang zu Personendaten lassen sich weder mit EU-Grundrechten oder dem europäischen Datenschutz vereinbaren.“ Der Verband fordert die Minister auf, eine eingehende rechtliche Prüfung zu veranlassen. Jegliches Regel-Ausnahme-Verhältnis werde im Hinblick auf das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung „vollständig umgekehrt“: Denn Verdachtsmomente auf Geldwäsche, auffällige Konzernstrukturen oder den Einsatz von Briefkastenfirmen seien nicht erforderlich.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

 

Lesenswert

Maas dankt Köhler für Arbeit als UN-Sondergesandter

Foto: Heiko Maas, über dts Berlin (dts) - Nach dem Rücktritt von Horst Köhler als UN-Sondergesandter für den Westsahara-Konflikt hat Außenminister Heiko Maas (SPD)...

Studie: Meinungsfreiheit ist liebstes Grundrecht der Deutschen

Foto: Menschen, über dts Berlin (dts) - Die Meinungsfreiheit ist nach einer Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) das "Lieblingsgrundrecht" der Deutschen. Die in Artikel...

Audi-Chef Schot kündigt radikalen Umbau an

Foto: Audi, über dts Ingolstadt (dts) - Der neue Chef des Automobilherstellers Audi, Bram Schot, will das Unternehmen in kurzer Zeit neu ausrichten. Er...

Contact to Listing Owner

Captcha Code