Feuerwehr und Polizei waren am Dienstag (1. April 2025) noch bei einem schweren LKW-Unfall an der Raststätte „Dammer Berge“ im Einsatz, der sich ebenfalls am Stauende ereignet hatte. Dann erreichte sie um kurz nach 20 Uhr ein weiterer dramatischer Notruf. Ein PKW war wenige Kilometer zurück gegen einen LKW geprallt, der Fahrer wurde eingeklemmt.
Die Unfallstelle lag auf der gleichen Fahrbahnseite der A1 und so beschlossen die Einsatzkräfte, den schnellsten Weg zu nehmen und entgegen der Fahrtrichtung durch die Rettungsgasse zu fahren. Doch diese war überwiegend nicht oder nicht ausreichend gebildet worden, weshalb es nur schleppend voran ging und der Spiegel eines Einsatzwagens bei der Kollision mit einem anderen Fahrzeug beschädigt wurde.
Fehlende Rettungsgasse behindert Rettungskräfte stark
Für die Retter war es ein schwer erträglicher Zustand, dass ein Mensch dringlichst auf Hilfe wartet und sie nicht schnell hinkommen, weil andere Verkehrsteilnehmer keine ordentliche Rettungsgasse gebildet haben.
Weitere Unterstützung näherte sich parallel durch den Stau von hinten, sodass mehrere Optionen, die Unfallstelle schnellstmöglich zu erreichen, genutzt wurden. Vor Ort fanden sie dann einen stark beschädigten PKW vor, in dem ein Mann lebensgefährlich verletzt und eingeklemmt worden war.

Nach bisherigen Erkenntnissen aus Spuren und Zeugenaussagen, war er mit seinem Auto am Stauende zunächst auf einen Gliederzug zugefahren und hatte die Situation zu spät erkannt. Er versuchte noch auszuweichen, streifte den LKW jedoch rechts am Heck. Dann fuhr das Auto auf dem Pannenstreifen zwischen dem Lastwagen und der Leitplanke hindurch, geriet ins Schleudern und prallte in das Heck eines davor stehenden Sattelzuges.
Autofahrer verstirbt am Unfallort
Freiwillige Feuerwehrleute aus Neuenkirchen i.O. und Neuenkirchen-Vörden befreiten den Autofahrer mit schwerem technischen Gerät aus seinem Wrack. Doch seine Verletzungen waren so schwer, dass der 35-Jährige kurze Zeit später noch am Unfallort verstarb. Ein 27 Jahre alter LKW-Fahrer wurde leicht verletzt.
Rund 50 Personen der Feuerwehr waren um Einsatzleiter Markus Sagner zusammen mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt und einem Rettungshubschrauber für die Rettung im Einsatz. Einige Feuerwehrleute unterstützten anschließend die Autobahnpolizei aus Osnabrück bei der detaillierten Unfallaufnahme, indem sie die Unfallstelle in der Dunkelheit ausleuchteten.
Mehrere Streifenwagen des Zentralen Verkehrsdienstes waren rund um die beiden schweren Unfälle im Einsatz. Die umfangreichen Unfallaufnahmen und -ermittlungen sowie Absicherungs- und Absperrmaßnahmen beschäftigten sie viele Stunden lang.
Die Autobahn A1 musste in Richtung Bremen ab der Anschlussstelle Neuenkirchen-Vörden bis zum Abschluss aller Bergungs- und Reinigungsarbeiten bis in die Morgenstunden voll gesperrt werden.