# Thyssenkrupp droht Schließung von Duisburger Stahlwerk an Datum: 25.02.2025 05:03 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/thyssenkrupp-droht-schliessung-von-duisburger-stahlwerk-an-570128/ --- Thyssenkrupp-Vorstandschef Miguel López kündigte an, dass die Duisburger Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) angesichts des gescheiterten Verkaufs an den Hamburger Investor CE Capital vor einer ungewissen Zukunft stehen. Ohne einen neuen Investor könnte die Schließung des Stahlstandorts mit rund 3.000 Beschäftigten drohen. ## Ungewisse Zukunft für HKM Miguel López, Vorstandschef von Thyssenkrupp, äußerte gegenüber der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ), dass ein Verkauf der HKM als bevorzugte Lösung angesehen wird. Er stellte jedoch klar: „Wenn ein Verkauf nicht gelingt, werden wir das Werk schließen müssen.“ Die Hoffnungen auf eine Rettung des Werks durch den Einstieg des Hamburger Investors CE Capital haben sich zerschlagen, nachdem dieser die Gespräche abgebrochen hatte. Thyssenkrupp Steel, Deutschlands größter Stahlkonzern, zeigte sich enttäuscht über das Ende der Verhandlungen. ### Gespräche mit Arbeitnehmervertretern Zur Frage der Zukunft der Beschäftigten sagte López: „Vom Grundsatz her wird das schwierig. Auch mit Blick auf diese Frage wird es einen sehr intensiven Dialog mit den Arbeitnehmervertretern geben – und eine Suche nach geeigneten Lösungen.“ Die Situation erfordert eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern, um mögliche Lösungen für die von einer Schließung des Standorts betroffenen Mitarbeiter zu finden. ### Börsengang der Marine-Sparte Thyssenkrupp plant derweil einen Börsengang seiner Marine-Sparte noch im Kalenderjahr 2025. López erklärte, dass eine außerordentliche Hauptversammlung vorbereitet wird, um „Marine-Aktien aus[zugeben], die unsere Aktionäre direkt in ihr Depot gebucht bekommen.“ Dabei wolle Thyssenkrupp die Mehrheit, mindestens 51 Prozent, behalten. Er betonte gegenüber der WAZ: „Ein Börsengang ist nicht nur für uns ein wichtiger Schritt, sondern auch strategisch relevant für die Bundesrepublik Deutschland mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit im europäischen Rüstungssektor.“ Trotz der ungewissen Zukunft der HKM zeigt sich López optimistisch hinsichtlich der Perspektiven der Marine-Sparte. Mit dem Bau von U-Booten sei Thyssenkrupp Weltmarktführer, und „unsere Auftragsbücher sind voll.“ Die enge Kooperation mit der Bundesregierung spiele eine wesentliche Rolle bei den strategischen Überlegungen für die Zukunft dieser Sparte. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 25. Februar 2025 05:03. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück